Geistesblitze

Mitarbeiter verbessern Prozesse und Produkte


Dank Tausender Geistesblitze sparen Industrie-Mitarbeiter den Betrieben jedes Jahr Millionen von Euro ein. Schon kleine Veränderungen haben oft eine große Wirkung, wie diese Beispiele zeigen.

Ventil spart Stromkosten: Friedhelm Kröll verantwortet die Energieversorgung und Abwasserentsorgung bei Solvay Infra in Bad Hönningen. Seit gut 30 Jahren arbeitet er für den Chemikalien-Hersteller und kennt die Anlagen wie seine Westentasche. 2012 entdeckte er ein wichtiges Detail: „Über das Regelventil einer Turbine ging Dampf verloren“, so Kröll.

Deshalb schlug er vor, ein besseres Ventil einzubauen. Jetzt produziert die Turbine mehr Strom. Solvay spart den Energie-Zukauf und somit bares Geld: insgesamt mehr als 17.000 Euro im Jahr.

Eine kleine Umstellung spart dem Betrieb einen sechsstelligen Betrag

Gut 3.500 Euro landeten als Dank bei Kröll. Natürlich ein Ansporn für mehr Ideen: Der 51-Jährige reicht etwa fünf im Jahr ein. Doch nicht nur technische Innovationen sind gefragt. Einfälle, die die Sicherheit erhöhen oder Abläufe vereinfachen, lassen sich schwer in Euro ausdrücken. „Sie sind aber ebenso wertvoll“, betont Ideenmanagerin Ruth Eudenbach, die pro Jahr am Standort mehr als 150 Ideen bearbeitet. Bundesweit erhielt Solvay 2012 über 1.600 Vorschläge. Gut 700 umgesetzte Ideen sparten rund 1,5 Millionen Euro ein.

Einfärben geht günstiger: Albert Schäfer ist Schichtführer in der Produktion von schwarzem Granulat beim Spezialchemie-Hersteller Evonik Industries in Worms. Seit 1993 hat er schon 144 Ideen eingebracht. Dank ihm wurde die Einfärbung eines Vorprodukts minimal verändert. Das spart Material und Kosten im sechsstelligen Bereich. Für den 55-Jährigen ist der Einsatz selbstverständlich: „Ich bin hier, um gute Arbeit abzuliefern.“

Der Konzern belohnt es, nach Verbesserungen zu suchen: 2012 bearbeitete er bundesweit gut 8.000 Ideen und schüttete Prämien in Höhe von 1,8 Millionen Euro aus. Der wirtschaftliche Nutzen: rund 13 Millionen Euro.

Bernhard Schnittker leitet das Ideenmanagement für die deutschen Werke und Gesellschaften – mit 21.000 Mitarbeitern. „Sie wissen vor Ort am besten, wo’s hakt.“

Bessere Kühlung: Oft findet ein Team gemeinsam die beste Lösung. Wie Udo Storck, Willi Haag und August Sadowski beim Chemie-Konzern BASF in Ludwigshafen: Sie verbesserten die Luftkühlung in der Monoether-Fabrik.

Jetzt stellt der Betrieb mehr Lösemittel her und läuft auch im Sommer auf Hochtouren. Der Nutzen: 2,5 Millionen Euro im Jahr! Das Team erhielt satte 150.000 Euro.

Der Chemie-Konzern realisierte 2012 am Stammwerk 7.000 Ideen und sparte dadurch rund 30 Millionen Euro. „Innovation ist der Kern unserer Wettbewerbsfähigkeit“, sagt Lothar Franz, Leiter des Ideenmanagements.

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