Ausbildung

Mit wenigen Klicks zum Beruf


ElVi-Werbeplakat: Chemie-Unternehmen sind vielseitig, bilden neben Naturwissenschaftlern auch Techniker, Köche und Kaufleute aus. Grafik: BAVC

Neue Internetseite zeigt Schülern die große Auswahl in der Chemie

Chemie-Betriebe bilden auch Feuerwehrleute aus, Elektroniker, Biologielaboranten, Informatiker? „Das wusste ich gar nicht“, sagt Simon Faust, Schüler der Gutenberg Realschule im hessischen Eltville. Zusammen mit seiner Mitschülerin Louisa Jung klickt er sich durch das neue Internet-Portal „ElVi“. Das Kürzel steht für Elementare Vielfalt.

Fotos, Videos und Animationen

ElVi ist ein „Rundum-Sorglos-Paket“ für junge Leute, die einen Ausbildungsplatz suchen. Die Website beschreibt nicht nur, was es für Berufe in der Chemie gibt. Man kann auch gleich nach der passenden Lehrstelle suchen.

Simon Faust, der gerade seinen Realschulabschluss macht, nennt als Lieblingsfächer Mathe und Physik. Er träume von einem technischen Beruf, sagt er. Dass er in der Chemie-Branche auch Industriemechaniker oder Maschinenführer lernen könne, das wisse er jetzt.

Auch seine Mitschülerin Louisa staunt: „Chemie-Firmen bilden sogar Restaurantfachfrauen aus.“ Sichtlich angetan klickt sie sich durch die Berufsbilder, Animationen, Fotogalerien und Kurztexte.

Was erwartet die Azubis in Theorie und Praxis? Welche Voraussetzungen sind gefragt? Wie lange dauert die Ausbildung? Wie hoch ist das Gehalt? Auch das „duale Studium“, also ein Studium mit festen Praxisblöcken in einem Betrieb, kommt nicht zu kurz.

Hilfe bei der Bewerbung

Wer einen Beruf für sich entdeckt hat, kann sich Tipps für die Lehrstellen-Bewerbung ausdrucken – und über die eingebundene Ausbildungsbörse freie Ausbildungsplätze finden, bundesweit oder beschränkt auf eine Region. „Es sind auch kleine und mittelständische Betriebe zu finden, an die viele nicht denken“, betont Dirk Meyer, Geschäftsführer im Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC).

Die chemisch-pharmazeutische Industrie bietet jährlich rund 9.000 Ausbildungsplätze in mehr als 50 naturwissenschaftlichen, technischen und kaufmännischen Lehrberufen. Mit ElVi engagieren sich die Arbeitgeberverbände der Chemie gemeinsam: Die Branche ist forschungsintensiv und auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen. Der demografische Wandel stellt da viele Firmen vor große Herausforderungen. „Es wird schwieriger, geeigneten Nachwuchs zu finden“, weiß Wolfgang Goos, BAVC-Hauptgeschäftsführer.

ElVi steuert gegen. Goos: „Mit jedem Ausbildungsplatz investiert die Branche in die  eigene Zukunft.“

www.elementare-vielfalt.de

 

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