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"Mit unseren Verpackungen fallen Sie auf!"


Produkte von Hans Kolb Wellpappe machen Regale im Supermarkt bunt

Memmingen. Schnell noch was einkaufen: ein bisschen Käse aus dem Kühlregal, abgepackte Wurst, ein paar Tütensuppen und zum Verwöhnen auch noch eine Tafel Schokolade. Wer genau hinschaut stellt fest, dass all diese Lebensmittel häufig in einer regalfertigen Verpackung stecken. In Fachkreisen heißt das Shelf Ready Packaging (SRP).

Wenn der Lieblingskäse mal vergriffen ist, sehen die Supermarkt-Mitarbeiter sofort, wo der neue Karton vom Lager hingehört. Denn die leere, meist aufwendig bedruckte Schachtel (in der Verpackungs-Industrie Tray genannt) steht noch da. Beim Auffüllen wird mit wenigen Handgriffen aus der Transportverpackung ein Tray, und die Lücke ist schnell geschlossen. Bei vielen Discountern steht je nach Produktgruppe über die Hälfte der Waren „shelf ready“ im Regal.

Auch Regale sind genormt

Zu den Pionieren bei der Entwicklung und Produktion von SRP gehört der Memminger Verpackungsspezialist Hans Kolb Wellpappe. „Bei uns war das Thema schon präsent, als es die Bezeichnung SRP noch gar nicht gab“, erklärt Geschäftsführer Bernhard Ruffing. Er weiß genau, was die Kunden wollen: „Ein sehr stabiles RegalTray, leicht zu handhaben und durch ansprechenden Druck  verkaufsfördernd gestaltet.“

Hintergrund: Wie vieles in Deutschland ist im Supermarkt alles genormt, auch die Abmessungen der Regale. Vor allem Markenartikelhersteller wollen gerne „aus diesem Rahmen herausfallen“, damit ihr Produkt bevorzugt gekauft wird. Um aufzufallen, lassen manche ihre Verpackungen sogar innen bedrucken.  „Und mit unseren Produkten fallen sie auf“, weiß Ruffing.

„Man kann sich umso besser  von Konkurrenzprodukten abheben, je ansprechender das Design und je höher die Druckqualität auf der Verpackung ist“, erklärt Kolb-Marketing-Chef Thomas Wund.

Der Betrieb setzt auf  ein besonderes Druckverfahren mit bis zu acht Farben und einer besonders hohen Auflösung. Für seine bedruckten Verpackungen erhielt Kolb bereits mehrere Jahre in Folge in der Kategorie Druck den begehrten „Grand Prix Cyrel“, einen internationalen Verpackungspreis.

Nicht nur ums Auffallen  geht es bei den Trays, sondern auch um die unkomplizierte Handhabung. Vor allem das schnelle und einfache Öffnen der Verpackungen, möglichst ohne Hilfsmittel, ist wichtig. Früher mussten fast immer scharfe Messer verwendet werden, um den stabilen Transportkarton zu öffnen.

Verletzungen sind von gestern

Gerade in der Hektik kam es dann nicht selten zu Schnittverletzungen beim Personal. Zudem gab es immer die Gefahr, dass die Ware beschädigt wurde und dann nicht mehr verkauft werden konnte.

Bei der Entwicklung einer Verpackung wird deshalb bei Kolb großer Wert auf pfiffige Lösungen zum Öffnen gelegt: Ganz nach Kundenwunsch sind es mal Deckel, die einfach nur abgenommen werden, mal Klebebänder, Aufreißstreifen oder Perforationslinien. Wund: „Es sind immer wieder unsere durchdachten Lösungen, die uns Kunden und damit gute Aufträge bescheren.“

 Maja Becker-Mohr

 

Virtuelle Welt in der Entwicklung

Musterbau war gestern. Zunehmend werden die vielen verschiedenen Verpackungslösungen, die auf dem Weg zum fertigen Produkt angedacht werden, virtuell durchgespielt und getestet. „Dank moderner Technik kann inzwischen alles am PC simuliert werden“, freut sich Frank Patzt, Leiter der Druckvorstufe.  Das spart aufwendigen Musterbau und damit Zeit und Kosten. Mit Kolb FarbVision bekommt man sofort einen Eindruck, wie Farben und Logo des Kunden wirken. Selbst ein Blick ins Regal und die optische Wirkung der Verpackung aus dem Blickwinkel des Verbrauchers ist in der virtuellen Welt längst  möglich.

 

Auch die Natur hilft mit Ideen

Die besten Verpackungsideen findet man in der Natur. Auf so etwas Geniales, wie Walnuss-,  Eier-  oder Bananenschalen muss man  erst einmal kommen“, sagt Andreas Nägele.

Der Verpackungsmittelmechaniker in der Entwicklungsabteilung von Hans Kolb Wellpappe braucht ständig gute Einfälle, wenn für neue Produkte  noch die richtige Verpackung gesucht wird.

Damit ihm immer die richtigen Ideen kommen, geht er mit offenen Augen durch die Welt, spannt den Bogen von der Natur zum Supermarkt. Nägele: „Oft ist es nur der richtige Mix.“

Seit 1990 ist er bei HKM, hat hier gelernt. „Freunde haben mir zur Bewerbung geraten“, erinnert er sich.

Aktuell beschäftigt Kolb sieben kaufmännische Auszubildende sowie 22 in gewerblich-technischen Berufen.  Nägele zum Job des Verpackungsmittelmechanikers: „Man braucht räumliche Vorstellungskraft und Fantasie. Ohne das geht’s gar nicht.“

Nach dem Abschluss haben  alle Kolb-Azubis gute Chancen auf eine Festanstellung.

 

Info: Hans Kolb Unternehmensgruppe HKM

Die HKM ist eines der führenden, inhabergeführten Verpackungsunternehmen in Süddeutschland. 1933 gegründet, beschäftigt man heute über 800 Mitarbeiter. Basis aller im Haus entwickelten Verpackungslösungen ist Wellpappe.

Pro Jahr werden über 300 Millionen Quadratmeter Wellpappe produziert. Beliefert werden regionale wie überregionale Märkte in Europa und den USA. Zum Kundenstamm gehören neben lokal ansässigen Lebensmittelkonzernen auch Automotive-, Pharma-, Healthcare- sowie Elektro- und Elektronikanbieter.

www.kolb-wellpappe.de

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