Bildung

Mit Bio-Kleber aus Muscheln ins Finale


Mitte Mai findet das „Jugend forscht“-Finale in Kiel statt

Bremen/Kiel. Die Fahrkarte nach Kiel ist gelöst! Mit dem Thema „Klebstoff aus Miesmuscheln“ haben Krystian Lange, Jan Gewieß und Marek Biermann (alle 17), Schüler am Alten Gymnasium Bremen, einen ersten Platz im Landeswettbewerb „Jugend forscht“ belegt. Nun hoffen sie, beim Bundeswettbewerb Mitte Mai ähnlich gut abzuschneiden.

Klebstoff aus Muscheln ist extrem hart, hält an fast allen Materialien, man könnte damit zum Beispiel Knochenbrüche behandeln. Doch ihn zu gewinnen, ist sehr teuer. Die drei Jungs haben eine Idee entwickelt, wie man ihn synthetisch erzeugen könnte: die DNS der Muschel in ein Bakterium einpflanzen, das die Klebe-Proteine vervielfältigt.

Sonderpreis für Schülerin

Noch haben die Schüler ihre Idee nicht praktisch erprobt. „Dafür brauchen wir Sponsoren“, sagt Marek Biermann. Wer weiß – vielleicht finden die sich ja in Kiel ...

Mit Klimakillern im Alltag hat sich die 20-jährige Bremerin Nora Kaup befasst. Ihre Ausgangsidee: Fast alles belastet das Klima – man weiß es nur oft nicht. „Ein Laptop etwa erzeugt bei voller Leistung pro Stunde bis zu 55 Gramm Kohlendioxid (CO2)“, erklärt sie. Um herauszufinden, wo sich weitere „CO2-Sünder“ verbergen, entwickelte sie den „Personal Carbon Footprint-Calculator“. „Man gibt ein, was man isst, welche Geräte man nutzt und wie man von A nach B kommt. Daraus errechnet sich dann die persönliche Tages-CO2-Bilanz.“

Geniale Idee – fand der Arbeitgeberverband Nordmetall und zeichnete Kaups Entwicklung mit dem Sonderpreis „Mädchen und Technik“ aus.

 

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