Ingenieur-Beruf

MINT: Vier Buchstaben in Richtung Zukunft


Auch die Schunk-Produkte aus Kohlenstoff, die auf der Messe zu sehen waren, sind ohne Physik und Chemie nicht herzustellen. Ohne diese Kohlebürsten läuft kein Motor.

Bei Veranstaltungen in Wetzlar und Wiesbaden geht es um Phänomene der Naturwissenschaften

Hier bekommen meine Schüler eine Vorstellung davon, welche be­ruflichen Möglichkeiten ihnen die Auseinandersetzung mit Natur­wissenschaften bieten.“ Andreas Fritsch, Physiklehrer an der Alexander-von-Hum­boldt-Schule in Aßlar ist be­geistert  vom  regionalen  Festi­val „Naturwissenschaften und Technik“, das Kooperationspartner aus Wirtschaft, Schule und Hochschule erstmals in der Werner-von-Siemens-Schule in Wetzlar organisierten. Denn: „Im Physikunterricht in der Schule geht es mehr um die reine Wissensvermittlung.“

Biotechnologie fasziniert

In Wetzlar wird gelötet, gehämmert und experimentiert. Studenten der Uni Gießen erläutern die Gesetze der Physik am Beispiel einer Fahrradschaltung. In einem zwei­stöckigen Truck kann man in die faszinierende Welt der Biotechnologie abtauchen.

Optische Experimente gibt es live, elektronische Schaltungen wer­den begeistert selbst ge­baut. Unternehmen wie der Kohlenstoffspezialist Schunk aus Heuchelheim führen in die Welt der Materialwissenschaft ein.

„Eine Spezial-Keramik, die selbst beim Einschlagen eines Nagels nicht zerspringt, fordert die Jugendlichen einfach he­raus, sich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen“, so Schunk-Pressesprecherin Andrea Gossel. Weil es nicht genügend qualifizierte Bewerber gibt, hat das Unternehmen für Herbst 2009 noch offene Ausbildungsplätze zu bieten.

Der Nachwuchs bleibt aus

Schunk ist kein Einzelfall. Wie Statistiken zeigen, bleibt den Betrieben und Hochschulen in den MINT-Fächern der Nachwuchs aus. Veranstaltungen wie dieses Festival sollen deshalb zeigen, dass die Berufsbilder von Ingenieuren, Naturwissenschaftlern und Technikern nicht abstrakt und lebensfern sind und viele berufliche Chancen bieten.

Marika Puskeppeleit vom Verband Hessenmetall: „Um junge Menschen für die MINT-Fächer zu begeistern und zu motivieren, in dieser Richtung eine Ausbildung oder ein Studium zu machen, braucht es nicht nur Theorie, sondern das aktive Erleben von Phänomenen und technischnaturwissenschaftlichen Zu­sammenhängen.“

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Schlagwörter: Naturwissenschaften

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