Nachwuchs

Mehr Spaß mit Technik


So erzeugt man Strom: Mia Elsser, Noah Schüler und Lirian Krasniqi (von links) probieren die „TeCbox“ aus, die ihre Schule von der Firma Mahle bekommen hat. Foto: Eppler

Warum Firmen Experimentierkästen in Schulen bringen

Gaildorf. „Am liebsten würde ich den Kasten mit nach Hause nehmen“, sagt die Drittklässlerin Mia Elsser, während sie mit Noah Schüler und Lirian Krasniqi wie wild kurbelt: Die drei Grundschüler wollen ihren Mini-Generatoren Strom entlocken, um ein Lämpchen zum Leuchten und einen Ventilator zum Laufen zu bringen. 

Der Schauplatz: Parkschule in Gaildorf, Landkreis Schwäbisch Hall. Schulleiterin Jutta Dannecker hat gerade sieben Technik-Experimentierkästen zum Thema „Energie“ entgegengenommen. Die werden im Fach „Mensch, Natur, Kultur“ eingesetzt. Die drei Drittklässler dürfen den Inhalt als Erste ausprobieren.

Gespendet hat den Klassensatz die Mahle Ventiltrieb GmbH, die in dem Ort mit rund 460 Mitarbeitern Ventiltriebsysteme für die AutomobilIndustrie herstellt.

Das Thema weiter nach vorne rücken

Gerlinde Grandel ist dort Personalreferentin. „Wir wollen mit der ,TeCbox‘ schon die Grundschüler – insbesondere auch Mädchen – für Technik  begeistern“, sagt sie.

Bisher tauche das Thema erst spät im Unterricht auf. „Dann ist der Zug meist abgefahren“, so Grandel, „und uns fehlt später der technikbegeisterte Nachwuchs.“ Das Projekt, initiiert vom Verein Faszination Technik, wird vom Arbeitgeberverband Südwestmetall unterstützt.

„Die Kästen wurden bewusst für Dritt- und Viertklässler entwickelt“, sagt Christiane Huber von der Südwestmetall-Bildungseinrichtung BBQ. Sobald Kinder lesen und rechnen können, seien die Experimente ideal.

Dem Energiekasten werden sechs weitere mit anderen Themen folgen. Sie beinhalten jeweils Versuche für sechs Stunden sowie Begleitbücher. Professor Gerhard Peter von der Hochschule Heilbronn macht die Gaildorfer Lehrer mit der TeCbox vertraut. Er ist Vorsitzender des Vereins Faszination Technik.

Als Mahle-Ausbilder Robert Meinlschmidt Mia, Noah und Lirian beim Experimentieren zusieht, denkt er schon weiter: Er hofft, „dass ihre Begeisterung anhält und sie sich später bei uns um einen Ausbildungsplatz bewerben“.

JS

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