Das Portal „Girlspower-ME“ wirbt um weiblichen Nachwuchs für die Industrie

Mehr Mädchen für Metallberufe begeistern

Mädels aufgepasst: So sieht die Startseite aus. Foto: Strassmeier

Berlin. Erzieherin? Oder Verkäuferin? Das wäre für Sabine Dotzenrod niemals infrage gekommen. Stattdessen absolvierte die junge Frau aus Hessen beim Tür- und Fenstergriff-Hersteller Hoppe eine Ausbildung zur Elektronikerin – und hat den Schritt nie bereut.

Doch Mädchen wie Sabine sind immer noch eine Ausnahme, weiß Wolfgang Gollub, der beim Arbeitgeberverband Gesamtmetall für die Nachwuchssicherung verantwortlich ist. Er will mehr Mädchen für die technischen Berufe der Metall- und Elektro-Industrie (M+E) begeistern – auch via Internet: Mit www.girlspower-ME.de gibt es eine Seite extra für Mädchen, die die Chancen in der Branche vorstellt.

Unter dem Motto „Frauen und Technik – warum nicht?“ will das Portal Vorurteile entkräften. „Elektronikerin oder Mechatronikerin sind Berufe, in denen Mädchen genauso gut sind“, betont Gollub. Beim Umgang mit Technik „zählt ja längst nicht mehr Muskelkraft, sondern Talent und Köpfchen“.

„Eine technische Ausbildung ist auch deshalb für Mädchen attraktiv, weil moderne Technik ohne Teamgeist, Kommunikationsfähigkeit oder Genauigkeit kaum funktioniert – Fähigkeiten, über die gerade Mädchen verfügen“, sagt Kerstin Bachmann, die bei der IW Medien GmbH in Köln für die Umsetzung des Internetportals zuständig ist. Der poppig-bunt gemachte Web-Auftritt informiert Mädchen nicht nur über die M+E-Berufe, sondern auch über das, was sie traditionellen Frauenjobs voraus haben: Dazu gehören Aufstiegschancen ebenso wie eine höhere Bezahlung schon während der Lehre. Außerdem gibt es Tipps für Bewerbung, Vorstellungsgespräch und Berufseinstieg.

Der war für Sabine Dotzenrod offenbar kein Problem, wie Besucher der Internetseite sehen können: Die junge Frau wird dort in einem Video an ihrem Arbeitsplatz vorgestellt.


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