MINT-Messe

„Mathematik ist eben überall“


Schüler zeigen ihre Talente

Wiesbaden. „Mädchenspielzeug wie Barbies hatte ich nie, Autos waren mir immer lieber.“ Und diese Begeisterung für vierrädrige Flitzer hat sich Sandra Wilz (19) bis heute bewahrt. Gerade arbeitet sie mit der Physik AG am Internat Lucius in Echzell an dem Solarmobil „Heliodor“, mit dem sie und ihre Mitschüler bereits etliche Preise einheimsen konnten.

Die flotte Kiste hat dank Lithium-Ionen-Akkus eine mit einem Sportwagen vergleichbare Beschleunigung, saust von 0 auf 50 Stundenkilometer in 2,1 Sekunden. Das rasante Gefährt war eines der Publikumsmagneten auf der 7. MINT-Messe im Hessischen Landtag in Wiesbaden.

Begeisterung für Technik wecken

20 Schulen präsentierten dort ihre Projekte rund um die Themen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, kurz MINT. Seit 2004 wird die Messe jährlich von der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) und der Landesarbeitsgemeinschaft Schule- Wirtschaft (LAG) durchgeführt, gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft, darunter Hessenmetall.

„Da der Technologie-Standort Hessen vor allem von Innovationen und technischem Fortschritt lebt, bleiben Politik, Wirtschaft und Schule weiterhin gemeinsam gefordert“, so LAG-Geschäftsführer Jörg Friedrich. Ziel der gemeinsamen Bemühungen müsse es sein, Interesse für die MINT-Fächer zu wecken und auch frühzeitig Chancen und berufliche Perspektiven für MINT-Absolventen aufzuzeigen.

So sollen mehr junge Menschen für technische Berufe gewonnen werden. Begeisterung für Naturwissenschaften wecken auch Björn Ochse, Jeremy Bornscheuer und David Rain von der Edertalschule in Frankenberg. Die 13-Jährigen zeigen Grundschülern Experimente, um sie für Physik zu begeistern.

„Die waren echt hin und weg, und wir hatten auch noch richtig Spaß dabei“, erzählt Björn, der mit seinen Mitschülern das Projekt vorstellte. So vielfältig, wie die Experimente der Edertalschule, waren auch die Exponate der anderen Aussteller.

Das Spektrum reichte vom neu entwickelten Bremslicht für Fahrräder über Solarstrom aus Traubensaft und den genetischen Fingerabdruck bis hin zur Präsentation von „Geocaching“. Dieser aktuelle Freizeitsport ist eine Art Schnitzeljagd mittels Internet und Satellitennavigation.

Von Musik bis zur Vermessung der Welt

Dass das alles nur dank Mathematik funktioniert, wissen Amelie Koch und Pablo Prietz schon lange. An der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule in Kassel gehen sie in ihrer Freizeit regelmäßig zum Leuchtturm-Treff.

Neben Zahlen-Knobeleien und dem Lösen von geometrischen Problemen diskutieren sie dort mit anderen Schülern ab Klasse 8 über alles, was die Mathematik berührt. Von Musik bis zur Vermessung der Welt. Für Amelie steht fest: „Mathematik ist eben überall, man muss nur genau hinschauen.“

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Schlagwörter: Schule

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