Neue Kunststoff-Generation

Material von Chemiekonzern Dow hält Kartons dicht

Tausendsassa: Das neue Granulat präsentiert Mirko Radies. Foto: Sturm

Leuna. Kaffeebecher, Milchkartons, Windeln: Alles muss dicht sein. Die Hersteller setzen deshalb auf den Kunststoff Weich-Polyethylen. Damit beschichten sie Becher und Kartons.

Der Kunststoff dafür kommt als milchfarbenes Granulat zum Beispiel aus dem Werk Leuna des Chemiekonzerns Dow. 65 Mitarbeiter stellen davon bis zu 140.000 Tonnen verschiedener Varianten im Jahr her – rund um die Uhr.

„Seit knapp zwei Jahren fertigen wir eine ganz neue Generation des Kunststoffs“, verrät Werkleiter Robert Gärtner. Die Spezialität („Agility“) ist ein Tausendsassa: Durch eine baumartige Molekülstruktur haftet das Material besser auf anderen Werkstoffen; wichtige Eigenschaften wie die Dehnbarkeit lassen sich genau justieren. Gärtner: „Die Maschinen unserer Kunden können viel schneller laufen.“ Beispiel Getränkekartons: Hier wird das Kunststoff-Granulat erhitzt und durch Düsen auf eine Papierbahn gespritzt. Je schneller das bei gleicher Qualität geht, desto mehr Kartons lassen sich in gleicher Zeit produzieren.

Gut: Für „Agility“ optimierten Techniker das Verfahren. Die Abwärme erzeugt nun Dampf, der zur Stromerzeugung verkauft wird. Das Verfahren wollen andere Dow-Standorte übernehmen.


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