Standort D

Maschinen haben Appetit auf Lebensmittel


Die Stephan Machinery in Hameln erfreut sich guter Geschäfte

Hameln. Erfolg in der Krise: Der Maschinenbauer Stephan Machinery GmbH in Hameln freut sich über gut gefüllte Auftragsbücher. Von Kurzarbeit  keine Spur. „Wir sind bis Ende Mai gut ausgelastet“, sagt Geschäftsführer Theo Brandes.

Die Maschinen und kompletten Prozesslinien, die hier in Hameln hergestellt werden, gehen an die  NahrungsmittelIndustrie. Sie produziert damit Käse, Suppen, Gemüse oder auch Schokolade. Rezept des Erfolgs in der Rattenfänger-Stadt: höchste Qualität in enger Abstimmung mit den Kunden. „Gerade jetzt in der Krise gewinnt die Produktion von Nahrungsmitteln erheblich an Bedeutung“, sagt Brandes. „In den armen Ländern ist die Grundversorgung mit Lebensmitteln ein zentrales Thema.“

Spezialisten gesucht

Der Bedarf an den Maschinen aus Hameln nimmt zu. „Auch bei uns spüren wir den Trend zu Bio-Produkten. An der Qualität ihrer Lebensmittel sparen die Menschen nicht“, verdeutlicht der Geschäftsführer.

Seine Mannschaft besteht zurzeit aus 120 Mitarbeitern – Tendenz steigend. Brandes: „Wir benötigen Spezialisten, zum Beispiel Lebensmitteltechnologen.“ Immer schneller, besser, produktiver – das erwartet die Kundschaft in aller Welt.

Die Maschinen und kompletten Prozesslinien gehen zu 85 Prozent ins Ausland. Trotz der allgemein guten Auftragslage spüren die Hamelner eine zunehmende Kreditklemme bei ihren Kunden. „Für viele wird es schwieriger, wichtige Investitionen zu finanzieren“, sagt Brandes. Mit Ausnahme der arabischen Welt. „Dort wird sehr stark in die Lebensmittel-Industrie investiert.“ Geld ist also noch genug da Catering-Unternehmen oder Restaurants bestellen Maschinen im Wert von 5.000 bis 50.000 Euro. Diese liefert vor allem die Tochtergesellschaft Stephan Food Service Equipment GmbH (20 Mitarbeiter).

Technikum für 500.000 Euro

Die industriellen Verarbeiter ordern Anlagen für bis zu 500.000 Euro – und haben höchste Ansprüche an Technik und Hygiene. Um unter Produktionsbedingungen zu testen, baute die Firma jetzt für 500.000 Euro ein Technikum. Ein klares Bekenntnis zum Standort Hameln. „Wir sind seit über 50 Jahren ein Unternehmen dieser Region und haben deshalb nur auf ortsansässige Handwerker gesetzt“, betont der Geschäftsführer.

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