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Markus Werle rettete Werders Nachwuchs-Kicker


Verhinderte das Schlimmste: Markus Werle reagierte blitzschnell im Reisebus. Foto: Goodyear

Markus Werle rettete Werders Nachwuchs-Kicker

Hanau. Es ist an einem Januar-Abend gegen 22.15 Uhr, als der Krankenkassen-Betriebswirt Markus Werle, der zugleich Co-Trainer der U11-Jugendfußballmannschaft des SV Werder Bremen ist, vom einen auf den anderen Moment aufs Ganze gefordert wird.

Auf der Rückfahrt des Mannschaftsbusses von einem Turnier in Neu-Ulm kommt es zu einem Unfall: Eine Feder, die sich bei einem vorausfahrenden Fahrzeug gelöst hat, durchschlägt die Windschutzscheibe. Der 60-jährige Busfahrer wird von der Feder und umherfliegenden Glassplittern am Kopf getroffen und bricht orientierungslos über dem Steuer zusammen.

Markus Werle sitzt direkt hinter ihm. Es gelingt ihm, den Bus unter Kontrolle zu bringen und vorsichtig auf die Standspur zu lenken; nach 500 Metern stoppt die Motorbremse den Bus. Direkt nach der Rettungsaktion setzt ein Elternteil aus dem Bus einen Notruf ab.

„Erst später kommen die Emotionen“

Polizei und Rettungskräfte sind schnell am Unfallort.  Der Busfahrer wird in eine Klinik eingeliefert, die 28 Fahrgäste kommen mit dem Schrecken davon und fahren mit einem gerufenen Ersatzbus sicher nach Bremen zurück.

Werle wird erst im Nachhinein klar, was in diesem Moment alles hätte passieren können: „Ich habe mich auf meinen Instinkt verlassen und mich voll und ganz auf den Bus konzentriert. Erst später kommen dann die Emotionen. Schließlich waren viele Kinder dabei.“

Werle wurde von dem Reifen-Hersteller Goodyear und dem Automobil-Klub AvD zum „Held der Straße“ des Monats März gekürt.

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