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Techniker mit langem Atem

Markus Reschl mobilisiert Kräfte – im Job und auf dem Bernardino-Pass

Extreme spornen ihn an: Als Techniker beim Unternehmen Bebro holt Markus Reschl ebenso das Beste heraus wie auf dem Rennrad. Letzten Sommer radelte er in einem Tag von Stuttgart an den Lago Maggiore.

Spannender Job: Markus Reschl bringt neue Produkte zur Serienreife. Foto: Mierendorf

Spannender Job: Markus Reschl bringt neue Produkte zur Serienreife. Foto: Mierendorf

Teamarbeit: Reschl ist immer in Kontakt mit den Kollegen der Produktion. Foto: Mierendorf

Teamarbeit: Reschl ist immer in Kontakt mit den Kollegen der Produktion. Foto: Mierendorf

Stolze Leistung: Reschl fuhr an einem Tag mit dem Rad 440 Kilometer zum Lago Maggiore. Foto: Privat

Stolze Leistung: Reschl fuhr an einem Tag mit dem Rad 440 Kilometer zum Lago Maggiore. Foto: Privat

Frickenhausen. Zwei Leidenschaften treiben ihn an: der Spaß an der Technik und die Freude am Radfahren. Markus Reschl (50) erklärt die Schnittmenge: „Für beides braucht man einen langen Atem.“ Der Techniker arbeitet bei Bebro in Frickenhausen.

Bebro entwickelt und produziert kundenspezifische elektronische Flachbaugruppen, Geräte und Systeme. Sie sind beispielsweise in die Steuerung von Rollläden eingebaut, in Geräte für Rundfunkanstalten oder in lebensrettende Defibrillatoren.

In der Freizeit steigt Reschl aufs Rad und tritt in die Pedale: „Etwa 5.000 Kilometer im Jahr sind für mich normal“, sagt er und lacht. Reschl lacht viel, vor allem wenn er von seiner ganz besonderen Tour erzählt: an einem Tag mit dem Rennrad von Kirchheim/Teck (bei Stuttgart) über die Alpen an den Lago Maggiore. Rund 440 Kilometer und die Alpen mit dem Bernardino-Pass trennten Reschl von dem italienischen See.

Auf der Suche nach Herausforderungen

Er hat die Megatour geschafft: Nach 18 Stunden und 40 Minuten erreichte er sein Ziel. „Rennradfahrer suchen das Extreme“, so erklärt er. „Ich wollte meine Grenzen testen.“

Die Entscheidung zu dieser Aktion fiel kurz nach seinem 50. Geburtstag: „Da will man es noch mal wissen.“ Alles ging gut. Unterwegs hat sich Reschl selbst motiviert, musste mit seinen Kräften haushalten. Und das habe viel mit seinem Job zu tun: Als Teamleiter in der technischen Kundenbetreuung begleitet er Neuanläufe von elektronischen Baugruppen und Geräten an den Produktionsstandorten Deutschland und Tschechien bis zur Serienreife.

Auch dort gilt es, die gesamte Energie zu mobilisieren, um gesteckte Ziele zu erreichen: „Die Kundenanforderungen sind teilweise sehr hoch und die Projekte komplex“, so der gelernte Elektrotechniker. „Im Unternehmen bilde ich die technische Schnittstelle zwischen Kunde und Fertigung. Hier ist viel Abstimmung nötig, und es muss immer wieder nachjustiert und optimiert werden.“

Das heißt dranbleiben, durchhalten, Leidenschaft zeigen – wie bei einer Alpentour.

Zusammenspiel von Qualität, Schnelligkeit und Effizienz

Hier am Stammsitz in Frickenhausen beschäftigt Bebro rund 170 Mitarbeiter. In der Fertigung werden Leiterplatten mit Lotpaste bedruckt und unbedrahtete elektrische Bauteile über Bestückungsautomaten platziert.

Im nächsten Arbeitsschritt kommen die bestückten Leiterplatten in den Lötofen. Sie werden dort auf circa 250 Grad erhitzt und die Bauteile mit der Platine verlötet. Alles geht vollautomatisch. Die Fertigung von neuen Produkten erfordere ein Zusammenspiel von Qualität, Schnelligkeit und Effizienz, erklärt Reschl. Und seine Rolle ist es, allen Anforderungen gerecht zu werden.

Bebro spendiert Shirts bei Firmenläufen

Da muss man cool bleiben. Den Ausgleich findet Reschl im Sport. In der kalten Jahreszeit, wenn er nicht radelt, geht er laufen. Mit einigen Kollegen zusammen organisiert er eine Laufgruppe. Man trifft sich nach Feierabend auf dem Sportplatz gegenüber des Unternehmens. Und Bebro bezahlt immer Shirts und Startgeld, wenn die Gruppe an Firmenläufen teilnimmt.

Beim Lauftraining hat Reschl schon seine nächsten Ziele im Blick. „Vielleicht geht noch mehr“, meint er. Und denkt dabei an seine Tour vom letzten Sommer. Dieses Jahr plant er, mit Freunden durch Slowenien zu radeln: „Die Alpen haben wir durch“, sagt er. „Man sucht immer den nächsten Kick.“

Persönlich

Wie kamen Sie zu Ihrem Beruf?

Technik war schon immer mein Hobby. Als Kind habe ich mit dem Elektro-Baukasten gespielt, dann meinen ersten C64-Computer gekauft und später damit angefangen, computergesteuerte Lichtshows zu konzipieren, was ich auch heute in meiner Freizeit noch mache.

Was reizt Sie am meisten?

Kundenwunsch, technische Anforderungen und effiziente Produktion zusammenzubringen.

Worauf kommt es an?

Cool bleiben und ausgleichend wirken.


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