Hightech-Leuchten

Licht von Insta Elektro verzaubert Riesentower von Katar

Lüdenscheid. 231 Meter Höhe, 23 Aufzüge, 110.000 Quadratmeter Fläche, 125 Millionen US-Dollar Baukosten: Der Doha-Tower in Katar ist ein imposantes Bürogebäude. Und das moderne Wahrzeichen des aufstrebenden Wüstenstaats.

Nachts wird dieser Wolkenkratzer zum weithin strahlenden Symbol für Reichtum und technischen Fortschritt. Denn in der Fassade steckt ein System aus rund 3.500 LED-Leuchten samt komplexer Steuerungstechnik – hergestellt von einer Firma im fernen Sauerland, der Lüdenscheider Insta Elektro GmbH.

Dass die Wüstensöhne in Katar ausgerechnet auf Lichttechnik aus Nordrhein-Westfalen setzen, hat einen Grund: Insta, 1970 als Ideenschmiede für die Entwicklung elektronischer Geräte und Systeme der Gebäudetechnik gegründet, hat Eltern von Weltruf. Es sind die Firmen Gira (Radevormwald) und Jung (Schalksmühle).

Inzwischen steht Insta längst auf eigenen Füßen: 500 Mitarbeiter stellen pro Tag 25.000 elektronische Produkte her. „Wir sind ganz klar auf Wachstumskurs“, sagt Marketing-Leiter Hans-Joachim Dietrich. Und er schwenkt dabei eine Hightech-Leuchte, die an ein Laserschwert aus der Kult-Reihe „Star Wars“ erinnert.

Zwar steuert die Gebäudesystemtechnik noch das Gros zum Umsatz bei. Doch die LED-Leuchten und -Steuerungen werden immer wichtiger fürs Geschäft.

Die Produktion ist lichtdurchflutet: In einer riesigen Anlage im Zentrum der Halle werden Platinen bedruckt und weitgehend automatisch bestückt. Auf kleinen grünen Leiterplatten entsteht dabei ein wundersamer „3-D-Stadtplan“ aus winzigen bunten elektronischen Bauteilen, die sich ein 80-köpfiges Ingenieur-Team im eigenen Entwicklungszentrum ausgedacht hat. Die werden in Dimmer, Bewegungsmelder und eben LED-Leuchten verbaut.

Jedes einzelne Produkt wird noch einmal gecheckt. Elektrotechniker Kurt Späinghaus beispielsweise hat heute mehr zu kontrollieren als zu Zeiten der Glühlampe: „Mit dem Einzug der LED wurden Leuchte und dazugehöriges Leuchtmittel erstmals zu einer Einheit“, sagt er. „Heute prüfe ich zum Beispiel auch die Farbtemperatur.“

Die Insta-Lichtsysteme leuchten in Gebäuden, illuminieren Fassaden, setzen Lichtakzente mit Linien und Punkten – und verzaubern ganze Plätze. Wie den Placa Disseny im Zentrum von Barcelona: Dessen Lichtdesign kann man beim Betreten per Stimme verändern.

Umstellung auf LED würde Milliarden sparen

LED-Leuchten senken zudem den Energieverbrauch. Das geschätzte jährliche Einsparpotenzial für die gesamte EU beträgt laut Unternehmensberatung McKinsey fast 15 Milliarden Euro.

Deshalb ist Insta-Marketingchef Dietrich vom Siegeszug der LEDs überzeugt. Gut also, dass diese Leuchten nicht mehr nur „kaltes Licht“ können. „Heute finden wir bei den LEDs auch das vertraute warmweiße Licht“, sagt Dietrich. Schließlich wollen es die meisten zu Hause schön gemütlich haben.


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