Weltmarktführer

Lebensrettende Kohle-Kugeln


Firma Blücher schützt Soldaten in fast 40 Staaten

Luft soll der starke Stoff passieren lassen, er soll den Schweiß nach außen abgeben – aber vor chemischen Kampfstoffen soll er den Menschen trotzdem schützen. Unmöglich? Nein: Eine Firma aus Erkrath hat dieses Problem gelöst. Und das hat die Blücher GmbH zum Weltmarktführer für  militärische Schutzanzüge gemacht.

In rund 40 Staaten sind inzwischen insgesamt 8 Millionen Anzüge verkauft worden. Das US-Militär zum Beispiel setzt auf die Produkte mit dem Markennamen „Saratoga“. Immer öfter tauchen Hilfswerke und Katastrophenschützer auf der Kundenliste auf, wie Andreas Arnold erläutert, der Blücher-Technik-Chef.

Stabiler Filter aus zahllosen Kügelchen

Er erklärt auch, was in jedem Blücher-Anzug steckt: Zahllo­se Aktiv-Kohle-Kügelchen, nur etwa einen halben Millimeter groß, bilden einen Filter, der chemische Stoffe festhalten kann. Das eigentliche Betriebsgeheimnis verrät Arnold natürlich nicht: Wie  schafft es Blücher, die Mini-Kügelchen auf dem textilen Untergund zu befestigen? So dauerhaft, dass sie auch nach monatelangem Einsatz etwa im Irak noch sicheren Schutz gewähren? Darüber staunen am Rand des ZiTex-Treffens selbst altgediente Fachkollegen.

Bei Blücher denkt man aber schon weiter: Das Gewicht der Anzüge wird geringer werden. Sie werden noch mehr Schutz bieten – auch vor biologischen Kampfstoffen. Und die Anzüge werden sich selbstständig entgiften, ohne aber gefährliche Stoffe in die Luft abzugeben. Arnold sagt voraus: „Die Schutzkleidung der Zukunft wird auf völlig neuen Techno­logien basieren.“

 

www.bluecher.com

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