Know-how für die Bahn

Lackhersteller novatic in Dresden punktet mit Rostschutz für die Eisenbahn

Nicht nur Autos brauchen Lack – sondern auch Züge, Waggons und Fahrgestelle. Sonst rosten die teuren Geräte viel zu schnell. Ein wichtiger Hersteller für zahlreiche raffinierte Beschichtungen ist zum Beispiel novatic in Dresden.

Gut sortiert: Lange warten müssen die Produkte im novatic-Lager nicht. Foto: Werk

Gut sortiert: Lange warten müssen die Produkte im novatic-Lager nicht. Foto: Werk

Dresden. Nein, all seine Produkte hat der Lackhersteller novatic mit Sitz in der sächsischen Landeshauptstadt nicht ständig am Lager. Das ist zu viel verlangt bei 9.000 Rezepturen aus 900 Rohstoffen. Wirtschaftlich wäre das auch nicht.

Erfolgreich dank stetiger Innovation

Bei Rostschutzlacken ist das etwas anderes – die werden immer gebraucht. Beispielsweise einfache Beschichtungen für die Eisenbahn, für Güterwagen oder Radsätze. Aber auch Top-Produkte wie ein moderner Anti-Graffiti-Lack für Hochgeschwindigkeitszüge.

Ein Dauerbrenner ist ein sogenannter Monocoat – ein besonders umweltfreundlicher Einschichtlack für Fahrgestelle, den die mittelständische Firma im Jahr 2006 als einer der ersten Lackhersteller auf den Weltmarkt brachte.

Die Produkte gehen an deutsche Bahntechnik-Kunden, sind aber auch in Russland oder Asien gefragt. Nicht umsonst unterhält die novatic-Gruppe neben Dresden und Halle/Saale auch Werke in Indien und in der russischen Hauptstadt Moskau.

„Wir arbeiten stets an der Entwicklung innovativer und hochstehender Beschichtungssysteme für die verschiedensten Bereiche“, betont Geschäftsführer Alexander Zill. Kein Wunder, dass von den 241 Beschäftigten 32 in Forschung und Entwicklung arbeiten. Und dass in der aktuellen 5 Millionen Euro schweren Erweiterungsinvestition in Dresden neben einer vollautomatischen Produktionsanlage auch ein modernes Coloristik-Labor enthalten ist.

Diese Strategie zeitigt Erfolge: 2016 ist novatic wie in den Jahren davor stark gewachsen, zuletzt auf 46 Millionen Euro Umsatz, 55 Prozent Export und 15.000 Tonnen Produkt-Ausstoß.

„Wir haben uns auch 2016 durchgesetzt“, sagt Zill und ist auch für 2017 optimistisch: „Forschung und Entwicklung und die damit verbundene Innovation bleiben der Kern unserer Wettbewerbsfähigkeit.“

Schon gewusst?

So schützt man Metall vor Rost

  • Rostschutzlack muss sich mit dem Material fest verbinden, um Luft und Feuchtigkeit fernzuhalten. Je nach Belastung des zu schützenden Teils sorgen dafür speziell ausgewählte Bindemittel, Pigmente und Zusatzstoffe.
  • Rost entsteht, wenn Eisen oder Stahl mit Sauerstoff in Gegenwart von Wasser reagiert. Das poröse Eisenoxid schützt nicht vor weiterem Zerfall.
  • Vor dem Lackieren müssen Rost und Schmutz also durch Abstrahlen oder Schleifen gründlich entfernt werden.

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Beim Bahntransport greifen manche Chemikalien die Behälter an. Diese müssen deshalb von innen gründlich geschützt werden, zum Beispiel mit Gummi. Die Beschichtung übernimmt die Firma Wittenberger Tip Top Oberflächenschutz.

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Schlagwörter: Bahn Chemie

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