Mitarbeiter-Kommunikation

Kraftpakete aus dem Harz

Stolz auf ihre Boards: Die Azubis Kevin Mehm­ke, Miguel Lopez Garcia, Yannik Dannhauer und Christopher Kaminski (von links) stellen die Info-Tafeln vor. Foto: Gossmann

Wie der Batteriehersteller Exide seine Mitarbeiter-Kommunikation verbessert

Bad Lauterberg. Kevin, Miguel, Yannik und Christopher zeigen stolz, was sie in der Lehrwerkstatt kürzlich gefertigt haben: Die im einprägsamen Design gestalteten Info-Tafeln, von den angehenden Industriemechanikern hergestellt, werden zurzeit beim Batteriehersteller Exide Technologies GmbH in Bad Lauterberg (Südharz) an zentralen Orten innerhalb des Werks aufgehängt.

Sie sind Teil eines neuen Konzeptes. „Wir wollen unsere interne Kommunikation neu strukturieren“, sagt Personalleiter Petric Ulmen. Vier Boards haben die Auszubildenden entworfen und anschließend gefertigt. Überdies sind eine Mitarbeiterzeitung und ein Newsletter entstanden, die von einem eigenen Redaktionsteam produziert werden.

Personalleiter Ulmen sieht die neuen Angebote nicht nur als ein Sprachrohr der Geschäftsführung. „Unsere Mitarbeiter sollen sich darin wiederfinden“, betont er. Und verspricht: „Wir wollen schnell und objektiv informieren.“

Und das Unternehmen hat ja in der Tat eine ganze Menge zu berichten: Exide Technologies ist spezialisiert auf die Speicherung von elektrischer Energie. Hubwagen, Gabelstapler, Reinigungsmaschinen oder Elektro-Rollstühle „leben“ unter anderem von den Kraftpaketen aus dem Harz. Sie ermöglichen zum Beispiel, dass im Supermarkt zentnerschwere Paletten mit Lebensmitteln durch die Gänge rollen – und von zierlichen Mitarbeiterinnen gesteuert werden.

„Kundschaft erwartet ständige Optimierung“

Exide ist ein US-Konzern; in Bad Lauterberg liegt einer der zwei deutschen Standorte (der andere ist in Büdingen bei Frankfurt).

Die Nasa ist schon mit Exide-Batterien auf den Mond geflogen; auch U-Boote werden damit ausgerüstet, ebenso große Rechenzentralen oder sicherheitsrelevante Anlagen.

Seit den Ursprüngen der Batterietechnik vor gut 200 Jahren hat sich am Grundprinzip der Energiespeicherung nicht viel geändert – wohl aber an der industriellen Fertigung. „Die Kundschaft erwartet eine ständige Optimierung“, betont Werkleiter Manfred Stöcklein. Die Stichworte lauten: längere Lebensdauer, schnelleres Laden, geringere Kosten – und die Lieferung möglichst innerhalb von 24 Stunden.

Atmende Fertigung

In Bad Lauterberg fertigt Exide viele verschiedene Batterien. Zurzeit sind die Auftragsbücher voll. Drei große Bestellungen für U-Boote kamen durch mehrere internationale Auftraggeber. „Eine Herausforderung, die es in sich hat“, sagt der Werkleiter. Das geht nur mit einer atmenden Fertigung. Flexible Arbeitszeitmodelle und der Einsatz von Zeitarbeitern sind hierfür eine Voraussetzung.

„Unsere Mitarbeiter machen einen sehr guten Job“, sagt Personalleiter Ulmen. Deshalb konnte die Zahl der Mitarbeiter im vergangenen Jahr um rund 100 auf insgesamt 735 klettern.

„Wichtig ist, dass wir sie genau informieren, was im Unternehmen passiert und welche Entscheidungen damit oftmals zusammenhängen.“

Werner Fricke


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Stolz auf ihre Boards: Die Azubis Kevin Mehm­ke, Miguel Lopez Garcia, Yannik Dannhauer und Christopher Kaminski (von links) stellen die Info-Tafeln vor. Foto: Gossmann


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