Auto-Zulieferer

Klein und flink


Hof. „Die Menschen sehen sie nicht, aber brauchen sie jeden Tag“, sagt Eike Dölschner, Divisionsleiter des Wilo-Konzerns. Dessen Pumpen sorgen unter anderem dafür, dass Trinkwasser zu den Menschen kommt und Abwasser zuverlässig verschwindet.

Der Konzern mit Sitz in Dortmund beschäftigt 6.700 Mitarbeiter, im oberfränkischen Hof liegt das Kompetenzzentrum für das Wasser-Management: Rund 500 Beschäftigte produzieren dort mehr als 20.000 Pumpen im Jahr, vor allem für Deutschland und Europa – aber immer häufiger auch für Asien.

„Dort ist der am schnellsten wachsende Markt für uns“, erklärt Dölschner. Der Umsatz-Anteil, derzeit rund ein Drittel, steigt. „Und dieser Trend wird noch sehr lange andauern.“ Das liegt am wachsenden Wohlstand in dieser Region: Mit das Erste, was sich Menschen nach dem Sprung aus der Armut wünschen, ist die Versorgung mit sauberem Wasser.

So möchten Kommunen in China und Indien ihre Wasser-Versorgung und ihre Kläranlagen auf Vordermann bringen – oft mit Technik aus Deutschland. „Die deutsche Infrastruktur gilt international als Maßstab“, erklärt Dölschner. „Davon profitieren auch wir als Unternehmen.“

Manche Geräte sind so stark wie drei Sportwagen

Wilo bietet nahezu alles rund ums Wasser – zum Beispiel Bohrlochpumpen, die Grundwasser aus der Tiefe holen. Für die Hälfte des Geschäfts sorgen Schmutz- und Abwasserpumpen. Manche sind so groß wie ein Raum, ihre Elektromotoren haben mit bis zu 800 Kilowatt die Leistung von drei Sportwagen und hieven Unrat durch Rohre mit über einem halben Meter Durchmesser.

Mehr als 80 Prozent des Umsatzes erzielt Wilo im Ausland. Aber auch auf dem Heimatmarkt gibt es derzeit viele Aufträge. Die hohen Stromkosten machen es attraktiv, alte Wasserpumpen zu ersetzen. „Sie machen etwa 10 Prozent unseres Stromverbrauchs in Deutschland aus“, erläutert Dölschner.

Energieeffizienz sei das dominierende Thema der Branche, erklärt der Wilo-Mann. „Und ihre Bedeutung wird noch weiter wachsen.“

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