Wir machen’s

Keramiklacke

Foto: Porzellanfabriken Seltmann

Die Blümchen-Kanne, der Teller mit der Katze, der Becher mit der Aufschrift „Chef“: Viele Motive landen als keramische Abziehbilder auf dem Porzellan. Sie werden im Siebdruckverfahren zunächst auf Papier gedruckt. Damit sich das Bild löst, überdruckt man es mit einem Transferlack. In Wasser eingeweicht, kann man es auf den gewünschten Gegenstand übertragen und einbrennen.

Ein wichtiger Bestandteil dieser speziellen Lacke sind Siebdrucköle. Sie dienen der Druckerei als Träger für die Farbpigmente. Die Lackfabrik J. Albrecht in Mainz entwickelt und produziert diese Siebdrucköle ebenso wie Transferlacke seit mehr als 45 Jahren – aktuell in über 150 Varianten.

„Mithilfe der Öle vermengt man die hochwertigen Farbpigmente, auch Goldpulver, zu einer Paste“, erklärt Chemielaborantin Birgit Grebe. Beim Schmelzvorgang sollen sich die Farben mit der Oberfläche des Brennguts verbinden. Die Siebdrucköle und Transferlacke müssen dabei rückstandslos verbrennen: „Sonst ruinieren kleine Punkte oder Blasen das Motiv“, sagt Grebe. Im Kleinformat durchlaufen die Produkte im Labor deshalb viele Tests. Geliefert werden sie an Porzellan-, Emaille-, Keramik- und Glasfabriken weltweit.


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