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Kennzeichen Brille


Satisloh verändert die Fertigung in der optischen Industrie

Wetzlar. „Brillenschlange“ oder „Blindschleiche“. Es gab Zeiten, da wurden Kinder wegen einer Brille von Altersgenossen gern verhöhnt. Die Kultfigur Harry Potter hat das geändert, denn neben dem Zauberstab gilt seine Brille als wichtigstes Utensil des Zauberlehrlings. Und laut einer Umfrage gelten Kinder mit Sehhilfe deshalb heute sogar als besonders schlau.

Allein in Deutschland benötigt jeder Zweite eine Brille, etwa 1,5 Millionen Kinder und über 40 Millionen Erwachsene. Ein großer Teil von ihnen verlässt sich – ohne es zu wissen – bei der Anfertigung ihrer Sehhilfe auf  Technik „Made in Hessen“. Satisloh im mittelhessischen Wetzlar ist der weltweit führende Komplettanbieter von Maschinen für die Herstellung von Brillengläsern sowie Linsen für die optische Industrie.

„Egal ob ein Kunde beim Optiker Einstärken- oder Gleitsichtgläser möchte, entspiegelt, wasser- und schmutzabweisend oder getönt – letztlich werden sie fast alle auf unseren Maschinen gefertigt“, weiß Geschäftsführer Norbert Gerling.

Qualität und Lebensdauer

Das Unternehmen kann sich auf eine mehr als 85-jährige Erfahrung im Umgang mit Optik berufen. 2005 verschmolz die Loh Optikmaschinen AG mit der Firma Satis Vacuum, einem Spezialisten für die Beschichtung von Gläsern. Es entstand die Satisloh GmbH, mit rund 200 Mitarbeitern das größte und umsatzstärkste Unternehmen der Gruppe.

Seitdem gibt es für die Oberflächenbearbeitung, die Beschichtung und das Auspolieren von Brillengläsern sowie Industrielinsen hier alles aus einer Hand. Neben Maschinen auch Betriebs- und Hilfsstoffe, wie beispielsweise Schleif- oder Poliermittel, sowie Werkzeuge, Beratung und Software-Unterstützung. Auf Wunsch werden komplette, vollautomatisch arbeitende Produktionslinien eingerichtet.

Kunden sind Labors, die Brillengläser oder feinoptische Linsen herstellen, darunter CarlZeiss, Rodenstock oder Fielmann. Sie wissen die Qualität aus Wetzlar zu schätzen, denn die Produkte zeichnen sich aus durch hohe Qualität und Lebensdauer.

Ideen der Jungen, Erfahrung der Alten

Das Unternehmen ist zudem  für seine hohe Innovationskraft bekannt, es gilt als weltweiter Markt- und Technologieführer.  „Wenn es um die Anpassung einer Brille geht, kennen Optiker heute kaum Grenzen, und das liegt nicht zuletzt auch an der Qualität und Präzision, mit der unsere Maschinen im Tausendstel-Millimeter-Bereich Brillengläser bearbeiten“ , erläutert  Gerling.  Um dem hohen Qualitätsanspruch gerecht zu werden, setzt man auf eine enge Kooperation mit verschiedenen Hochschulen und traditionell auf eine eigene Ausbildung (15 Azubis, Ausbildungsquote 7,5 Prozent).

Wer nach der Ausbildung die Technikerschule besucht, wird finanziell unterstützt. Gerling: „Um erfolgreich zu sein, brauchen wir die neuen Ideen der jungen Leute in Kombination mit der großen Erfahrung unserer älteren Mitarbeiter. Schließlich wollen wir die Fertigung in der optischen Industrie weiter verändern.“

Maja Becker-Mohr

 

Info: Satisloh GmbH

Das Unternehmen ist ein führender Anbieter von Maschinen für die Herstellung von Brillengläsern und Linsen für die optische Industrie. Als Teil der Satisloh-Gruppe (410 Beschäftigte, davon 200 in Wetzlar) gehört sie zum Schweizer Konzern Schweiter Technologies. Die Satisloh-Gruppe erzielte 2007 einen Umsatz von gut 165 Millionen Euro, davon70 Millionen Euro am Sitz Wetzlar.

www.satisloh.com

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