Qualität und Innovation

Kamerablitz-Geräte: Wie Metz mecatech die Zukunft anpackt

Zirndorf. Im Mai 2015 ging Metz mecatech an den Start, entstanden aus der Insolvenz des traditionsreichen Kamerablitz- und Fernseher-Herstellers Metz. Und es läuft gut an – vor allem in einem ganz anderen Geschäft: „Im Spritzguss sind wir fast komplett ausgelastet“, sagt Geschäftsführer Lauri Jouhki, „wir haben viele Aufträge aus der Auto-Industrie und überlegen, in neue Maschinen zu investieren.“ Doch er fügt hinzu: „Wichtig ist nun vor allem, dass wir auch in unserem Kerngeschäft mit Blitzen vorankommen.“

Die junge 160-Mann-Firma in Zirndorf bei Nürnberg hat neben der Blitz- und der Kunststoff-Sparte auch das Leiterplatten-Geschäft übernommen und gehört jetzt zur Daum-Gruppe, einem Hersteller von Antrieben für E-Bikes und Fitnessgeräte. Allein die TV-Sparte von Metz ging an einen Investor aus China. Jouhki ist sicher: „Bei Blitzen ist Metz als Marke richtig wertvoll.“ Deshalb setzt man alles daran, sie zu stärken.

Richten soll es vor allem die Qualität. Dabei wird das Label „Made in Germany“ zu einem noch stärkeren Verkaufsargument. In dieser Logik entschied man gleich zu Beginn, die gerade angelaufene Fertigung eines der neuen Blitz-Modelle aus China zurück nach Zirndorf zu holen. „Seit wir wieder hier fertigen, haben wir deutlich weniger Reklamationen“, so der Geschäftsführer.

Chancen auf Wachstum bestehen vor allem im fernen Ausland

Metz mecatech ist Europas einziger Kamerablitz-Hersteller – die Konkurrenz sitzt vor allem in Asien. Dennoch sieht Jouhki Wachstumschancen vor allem in China, außerdem in den USA. Bereits heute gehen 60 Prozent der Blitze in den Export, bisher allerdings vor allem innerhalb der EU.

Helfen sollen bei dieser Strategie innovative Produkte. Und es gilt, bei den Trends dabei zu sein. So werden Blitze, wie auch Kameras, bei gleicher Leistung immer kleiner – ein Nachfolgemodell schrumpft schnell um ein Drittel. Zudem setzt die Firma auf ihr Know-how mit LED-Technik: Sie verkauft bereits Videoleuchten. Jouhki denkt schon an ganz andere Bereiche, etwa Innen- und Außenbeleuchtung: „Es gibt unzählige Anwendungsgebiete für LEDs.“


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