Wettbewerb

Jugend forscht für eine saubere Welt


180 Schüler schafften den Sprung zum Landesentscheid

Bremen. Ein Kühlschrank, der keinen Strom verbraucht, ein lernendes Computerprogramm für Seniorenhaushalte, eine Möglichkeit, die Ausdehnung der Wüsten aufzuhalten – die Themen, mit denen sich Bremens Forschernachwuchs beim 45. Landeswettbewerb „Jugend forscht“ beschäftigten, waren vielfältig und zeugten von Fantasie.

Begeistert von den 180 Jungforschern aus Bremerhaven und Bremen zeigte sich Staatssekretär Peter Hintze, der Koordinator der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt. „So viel geballte Kompetenz wie hier habe ich selten erlebt“, rief er den Schülern zu. „Deutschland kann stolz auf Euch sein!“

Wettbewerb brach Rekorde

Hintze war zu Gesprächen bei EADS Astrium und nutzte die Gelegenheit, sich im großen Zelt auf dem Firmenge-lände die „Jugend forscht“-Arbeiten anzusehen. Zum wiederholten Mal war Astrium Austragungsort und Patenunternehmen des Wettbewerbs, der wieder einmal alle Rekorde brach.

Zunächst wetteiferten 427 Schüler in drei Regionalrunden in Bremerhaven, Bremen-Nord und Bremen-Mitte um erste Plätze in den Fächern Biologie, Chemie, Geowissenschaften, Mathematik, Physik, Technik und Arbeitswelt. 180 durften zum Landesentscheid. Damit ist das Land Bremen, gemessen an den Schülerzahlen, weiter das Nachwuchsforscherland Nummer eins in Deutschland.

Kanzlerin erfährt von tollen Ideen

Das liegt einerseits an der Unterstützung durch die Lehrer. Aber auch die regionale Wirtschaft steht hinter „Jugend forscht“. Cornelius Neumann-Redlin, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände im Lande Bremen: „Wir haben 2008 das Bundesfinale in Bremerhaven ausgerichtet und sind seit 2009 Unterstützer der Regionalwettbewerbe.“ Obendrauf sponsern die Verbände den Preis für eine technische Arbeit von Mädchen.

Den erhielt in diesem Jahr die Bremerhavenerin Vanessa Römpler (13). Sie erfand und baute eine Schuhreinigungsmaschine als Aufsatz auf einer Mülltonne. Turn- oder Fußballschuhe einspannen, Deckel zu und am Hebel gedreht. Der Dreck kommt in die Tonne, die Hände bleiben sauber.

In etwas höheren Sphären waren Sarah Köllen und Lara Abramowski unterwegs. Die 15-jährigen Gymnastiastinnen beschäftigte die Frage, was aus dem Welltraumschrott wird, der unsere Erde umrundet.

Der Ideenreichtum der Jugendlichen kam bei Peter Hintze gut an. Der Politiker versprach zum Abschied, der Kanzlerin von den tollen Arbeiten aus Bremen und Bremerhaven zu berichten.

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Schlagwörter: Naturwissenschaften

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