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Wie junge Leute bei SCA Packaging spannende Berufe lernen

Fulda. „Verpackung sagte mir was, aber ,Verpackungsmittelmechaniker’ – das hatte ich noch nie gehört. Ich hatte keine Ahnung, was die jeden Tag machen!“ So wie Maik Zirkler (23) geht es vielen jungen Leuten, die sich bei der Suche nach dem Traumberuf umhören und im Internet surfen. Auch Abiturient Zirkler machte sich schlau – und fand den zuvor unbekannten Beruf „richtig spannend”.

Moderne Maschinen

„Die Entwicklung und Produktion von Verpackungen, der Umgang mit Computern und modernen Maschinen, selbstständiges Arbeiten, eigene Entscheidungen treffen: Das konnte ich mir gut für mich vorstellen”, sagt er.

Zirkler schickte eine Bewerbung an SCA Packaging in Fulda, wurde nach dem Vorstellungsgespräch zum Probe-Praktikum eingeladen. Seit 2009 lernt er Verpackungsmittelmechaniker (VPM).

Damit ist Zirkler einer von 26 Auszubildenden, die allein an diesem SCA-Standort ihre berufliche Laufbahn starten. Bundesweit hat das Unternehmen, ein führender Anbieter von Displays und Verpackungen aus hochveredelter Wellpappe, fast 120 Azubis.

„Abiturienten sind dabei eher die Ausnahme: Wir erwarten von Bewerbern eine gute Mittlere Reife oder einen qualifizierten Hauptschulabschluss”, betont Nicole Storch, die Ausbildungsleiterin in Fulda.

Zu ihren Schützlingen gehörte bis vor kurzem auch Steffen Streck (19): Er hatte sich nach der Realschule bei SCA Packaging beworben, wollte Industriemechaniker werden. Storch empfahl ihm stattdessen eine Ausbildung zum VPM oder Drucker. „Bei einem Praktikum habe ich mir beide Berufe angesehen – und schnell erkannt: Der VPM ist genau richtig für mich”, erinnert sich Streck.

Dank guter Leistungen durfte er seine Lehrzeit um sechs Monate verkürzen. Inzwischen hat er die Prüfung geschafft und arbeitet an der Wellpappenanlage – und lernt noch jeden Tag dazu: „In der Entwicklungsabteilung hat es mir auch gefallen, aber mein Ding ist die Produktion. Die Funktion solch einer Riesen-Maschine wirklich erfassen und daran arbeiten, dass sie reibungslos und wirklich schnell läuft, das macht mir einfach Spaß.”

Auch Timo Stöppler (17) hat seinen Traumjob gefunden: Drucker. Feuer gefangen hat er bei einem Praktikum in einer kleinen Druckerei. „Aber die hatten schon einen Azubi.“ Übers Internet fand Stöppler nach seinem qualifizierten Hauptschulabschluss zu SCA Packaging, nun ist er im zweiten Ausbildungsjahr. „Man braucht Mathe, Chemie und Physik, technisches Verständnis – und vor allem ein Gefühl für Farben”, sagt er.

Gutes Englisch gefragt

Mathe, technisches Verständnis und viel Farbgefühl braucht auch Katharina Bellinger (20): Sie lernt Technische Produktdesignerin. Bei einem SCA-Ausbildungsinfotag hatte sie erstmals von diesem Beruf gehört. Nun entwickelt sie Verpackungen am  PC: „Die Verbindung von Technik und Kreativität hat mich auf Anhieb fasziniert.”

Mit Fach-Abi und Ausbildungsvertrag in der Tasche hatte Bellinger aber erst noch ein Jahr als Au-pair in den USA gelebt. „Tolle Idee“, lobt Personalchef Michael Resch, „für Mitarbeiter mit Kundenkontakten ist gutes Englisch immer mehr ein Muss.“

Was Resch Sorgen macht: Für technische Lehrberufe fehlen ihm oft geeignete Bewerber. „Je unbekannter die Berufe sind, umso schwieriger ist es, junge Menschen dafür zu finden.“

Info: 2011 kommt der Packmitteltechnologe

Verpackungsmittelmechaniker kann man künftig nicht mehr werden: Das offizielle Berufsbild wird gerade überarbeitet – voraussichtlich ab Sommer 2011 soll der Beruf dann „Packmitteltechnologe“ heißen.

Ausführliche Informationen über alle Lehrberufe der Branche gibt es in der neuen Broschüre „Karriere Papier + Verpackung”. Sie kann beim Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung bestellt werden: per Fax unter der Nummer 030-247818346 oder per Mail an info@hpv-ev.org

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Schlagwörter: Ausbildung

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