Ausbildung: Neuer Beruf ist durch Wahlfächer flexibler

Jetzt kommt der Kaufmann für Büromanagement

Frauen in der Überzahl: Drei Viertel der Büroazubis sind weiblich. Foto: BIBB

Berlin. Es wird einer der wichtigsten deutschen Lehrberufe mit wohl mehr als 30.000 neuen Azubis pro Jahr: Am 1. August kommt die Ausbildung „Kaufmann oder Kauffrau für Büromanagement“.

Dieses Berufsbild löst gleich drei Vorgänger ab. Bürokauffrau kann man künftig nicht mehr werden, auch Kaufmann beziehungsweise Fachangestellter für Bürokommunikation nicht.

Die Modernisierung, an der jahrelang getüftelt worden ist, wird von Experten begrüßt: „Die neue Ausbildung ist sehr breit angelegt und sehr flexibel, sie kann betrieblichen Notwendigkeiten gut gerecht werden“, erklärt zum Beispiel Sven-Uwe Räß vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall. Er verweist besonders auf die zehn möglichen „Wahlqualifikationen“ während der dreijährigen Lehrzeit.

Extra für besonders Leistungsstarke

Zwei dieser je fünfmonatigen Spezialisierungen soll jeder Büroazubi schaffen – besonders leistungsstarke sogar drei. Aus Sicht der Metall- und Elektro-Industrie (M+E) sind zum Beispiel die Wahlqualifikationen „Auftragssteuerung und -koordination“ und „Einkauf und Logistik“ interessant – aber auch „kaufmännische Abläufe in kleinen und mittleren Unternehmen“.

Allein in den M+E-Betrieben werden gut 8.000 junge Menschen pro Jahr eine Ausbildung im neuen Beruf beginnen, vor allem Frauen: „In den Vorgängerberufen liegt ihr Anteil bei uns bei rund 75 Prozent“, so Räß.

Von der Änderung nicht betroffen sind der Industriekaufmann (10.000 M+E-Lehrverträge) sowie der Kaufmann im Groß- und Außenhandel (4.000 M+E-Lehrverträge pro Jahr).


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