Nachwuchs-Sicherung

„Ja“ zur Region Waltershausen


Phoenix Compounding geht besondere Wege bei der Suche nach Azubis

Waltershausen. Nirgendwo ist das Nachwuchsproblem stärker als im Osten Deutschlands. Alle 40 Minuten kehrt zum Beispiel ein Thüringer dem Freistaat den Rücken.

Gerade Jugendliche zieht es verstärkt in den Westen. Knapp jeder zweite Abwanderer aus Thüringen ist zwischen 20 und 30 Jahre alt.

Um die richtigen Bewerber für Ausbildungsplätze zu bekommen, gehen die Betriebe besondere Wege. Zum Beispiel Phoenix Compounding Technology in Waltershausen. „Wir wollen auch die jungen Leute erreichen, deren erster Berufsstart gescheitert war“, sagt Werkleiter Klaus Faßler. Schon ein Drittel der Betriebe ergreifen solche oder ähnliche Maßnahmen.

Einstiegsqualifizierung mit IHK Zertifikat – so nennt sich zum Beispiel ein Praktikum, das Caroline Klose von März bis August dieses Jahres bei Phoenix Compounding absolvierte. Wöchentlich war sie vier Tage im Betrieb und einen Tag in der Berufsschule.

„Gast“-Auszubildende sind willkommen

Mit Erfolg. Sie fand Interesse am Beruf des Verfahrensmechanikers und konnte auch die Ausbilder überzeugen.

Im August 2010 hat sie in Waltershausen die Ausbil-dung begonnen. Sie ist eine von 19 eigenen neuen Auszubildenden und 5 „Gästen“, die von Phoenix Compounding im Auftrag von kleinen Un-ternehmen der Region ausgebildet werden.

Der Förderverein, den Werkleiter Faßler außerdem zusammen mit anderen Firmen der Region gründete, hilft den Jugendlichen der Klassen sieben bis zehn bei der Berufsorientierung. „BOWACO“ – Berufsorientierung in Waltershausen heißt das Projekt.

Dort werden für die Schüler jeweils am Freitag in einem Trainingszentrum (auch in Betrieben) theoretischer Unterricht und praktischer Einsatz organisiert.

Ständig auf der Suche nach Neuem

Ziel ist es, dass die Schüler in der Region Waltershausen bleiben sollen und dort eine Ausbildung und anschließend einen Job bekommen.

„Wir spüren in unseren Unternehmen die nachlassenden Bewerberzahlen sehr stark und müssen uns deshalb etwas einfallen lassen, um auch langfristig ausreichend qualifizierte Fachkräfte zu haben“, sagt Faßler.

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Schlagwörter: Ausbildung

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