„Probiert unbedingt aus, was euch Spaß macht!“

Interview: Was eine Verfahrensmechanikerin jungen Mädchen rät

Bei der Arbeit: Denise Mock kontrolliert die Messer an einer Extruderschnecke. Foto: Sandro

Worms. An Maschinen schrauben, Bauteile wechseln oder Gabelstapler fahren: „Das können Frauen genauso gut wie Männer“, weiß Denise Mock (26). Sie arbeitet beim Kunststoff-Spezialisten Röchling Automotive in Worms als Verfahrensmechanikerin. Der Betrieb will mehr junge Frauen für technische Berufe und Naturwissenschaften interessieren und beteiligt sich am 23. April am bundesweiten „Girls’ Day“. In AKTIV erzählt Denise Mock, was sie an ihrem Job begeistert.

In welchem Bereich arbeiten Sie?
Ich bin in der Entsorgung beschäftigt. Hier verarbeitet man Ausschussmaterial zu Granulat, das in der Produktion erneut verwendet wird.

Was ist Ihre Aufgabe?
Ich prüfe und warte zusammen mit Kollegen die Anlagen. Je nachdem, welches Material die Maschinen durchläuft, programmiere ich sie entsprechend. Fehler muss ich sehen und beheben. Kleine Reparaturen übernehme ich selbst.

Was reizt Sie an dem Job?
Ich trage Verantwortung, bin viel draußen, immer in Bewegung. Es stört mich nicht, mir auch mal die Hände dreckig zu machen. Das macht Spaß.

Wie haben die Kollegen auf Sie reagiert?
Für sie war die Situation ungewohnt. Ich war die erste Frau im Werk, die Verfahrensmechanikerin gelernt hat. Anfangs hat man mir nur wenig zugetraut. Heute packe ich an wie jeder andere.

Was raten Sie Mädchen bei der Berufswahl?
Macht zu eurem Beruf, was euch Spaß macht! Probiert es aus, macht ein Praktikum. Als Frau begegnen einem hier und da noch Vorurteile. Mich hat das aber motiviert, erst recht Gas zu geben. Der „Girls’ Day“ bietet den Mädchen die Gelegenheit, Berufe und Maschinen einmal live aus der Nähe zu erleben.

Infos zum Girls’ Day und alle teilnehmenden Firmen stehen online:
girls-day.de


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