Beim Fahren besser sehen

Innovative Scheinwerfer von Osram bringen mehr Helligkeit auf die Straße

Autoscheinwerfer sind inzwischen mehr als kleine Birnchen: Sie sind Wunderwerke der Technik und ermöglichen intelligente Lichtsteuerung. Osrams Laser-Fernlicht leuchtet 600 Meter weit – ohne den Gegenverkehr zu blenden.

Grell: Oft blenden herkömmliche Scheinwerfer den Gegenverkehr. Foto: Fotolia

Grell: Oft blenden herkömmliche Scheinwerfer den Gegenverkehr. Foto: Fotolia

Lange Distanz: Mit Laser-Fernlicht wird die Straße weit ausgeleuchtet. Illustration: Werk

Lange Distanz: Mit Laser-Fernlicht wird die Straße weit ausgeleuchtet. Illustration: Werk

München. Für ihre weithin sichtbaren und gezielten Lichtpunkte ist sie bekannt: die Lasertechnologie. Dieses Prinzip macht sich nun auch der Lichthersteller Osram zunutze und baut Lasermodule in Autos ein. Der Effekt: Das entstehende Fernlicht leuchtet gezielt die Straße aus, ohne den Gegenverkehr zu blenden – und scheint bis zu 600 Meter weit! Das ist etwa doppelt weit wie ein modernes LED-Fernlicht.

Mehr Sicherheit gerade auf nächtlichen Landstraßen bringt dies. Denn das spezielle Licht schaltet sich ab Tempo 70 automatisch ein und erweitert damit den Radius, den ein Fahrer im Dunkeln überblicken kann. Sensoren und Bordkameras beobachten derweil den Gegenverkehr: Kommt dort ein Auto, spart das Licht des Scheinwerfers dieses aus. Nur die Straße rechts und links neben dem Fahrzeug ist beleuchtet, der Fahrer wird nicht geblendet.

Das Laserlicht gibt’s als Fernlichtergänzung zu Tagfahr- und Abblendlichtern auf LED-Basis. Auch bei diesen zeichnet sich ein Trend zu intelligenterer Lichtsteuerung ab. Größtmögliche Sicht für den Fahrer bei gleichzeitig geringer Störung der entgegenkommenden Personen ist die Devise.

Erreicht wird dies mithilfe von sogenanntem Matrix-Licht. Wie kleine Pixel sitzen winzige Leuchtdioden nebeneinander, ähnlich wie bei einem Schachbrett. Eine Kamera scannt Fußgänger, Fahrzeuge oder auch Rehe am Straßenrand und leitet die Infos an den Bordcomputer. Der steuert dann, welche Pixel Licht senden. So deaktivieren sich etwa die Leuchtpunkte, die den Kopf eines Fußgängers erfassen. Der Rumpf wird erhellt und ist gut sichtbar: So erschrickt der Passant nicht, der Fahrer ist aber gewarnt und kann reagieren.

Nach wie vor spielen herkömmliche Lampentechnologien wie Halogen- oder Xenon-Lampen eine große Rolle im Auto, vor allem bei Modellen, die schon länger am Markt sind. Wer nachrüsten will, dem stehen jedoch auch LED-Leuchten zur Auswahl.

Für eine spielerische Innenbeleuchtung eigenen sich übrigens winzige LED-Streifen. In den Fußraum oder über Kopf geklebt, tauchen sie das Wageninnere per App oder auf Knopfdruck zum Beispiel in gedimmtes Grün oder freches Pink.


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