Fasching

Industriekauffrau von Sill Optics gehört mit ihrer Gardetanz-Gruppe zur deutschen Spitze


Ganz schön beweglich: Für Sabrina Ruff eine leichte Übung. Foto: Karmann

Wendelstein. Alles soll ganz leicht aussehen: Immer lächeln gehört dazu – wie Kostüm, Perücke und Hut. Doch hinter den schwungvollen Auftritten zur zackigen Marschmusik steckt viel Arbeit.

„Zweimal in der Woche trainieren wir zwei Stunden“, berichtet Sabrina Ruff. „Und das nicht nur in der Fastnachtszeit, sondern das ganze Jahr.“ Die 22-Jährige ist eine der 32 Tänzerinnen in der „Selleriegarde“ - eine der besten Formationen auf der närrischen Bühne.

„Taktgefühl, Beweglichkeit, Kondition, viel Disziplin und sportlichen Ehrgeiz braucht man, um ganz vorn dabei zu sein“, sagt die Industrie-Kauffrau. Als Sachbearbeiterin betreut sie Kunden im Verkauf des mittelfränkischen Feinoptik-Herstellers Sill Optics in Wendelstein.

Das Unternehmen unterstützt mit Spenden die „Buchnesia“ – die Karnevalsgesellschaft des Nürnberger Stadtteils Buch. Zu ihr gehört die Selleriegarde, die bei den deutschen Meisterschaften regelmäßig auf einem der ersten drei Plätze landet.

„Seit ich laufen kann, begeistert mich das Tanzen“, erzählt Sabrina Ruff. Mit vier Jahren begann sie das Turnen im Verein, mit sechs das Tanzen in der Gruppe. Mittlerweile trainiert sie die drei- bis achtjährigen „Radieschen“ selbst.

„In unserer Familie geht es mehr oder weniger das ganze Jahr um Fasching“, sagt Ruff mit einem Schmunzeln. Ihr Opa war Vorstand der Buchnesia – wie jetzt ihr Vater. Die Mutter steht als Präsidentin an der Spitze, und Sabrinas Bruder ist auch begeisterter Gardetänzer.

Im diesjährigen Kalender der Selleriegarde findet sich ein besonderer Termin: Ende Januar trat die Gruppe beim Karnevalsempfang im Bundeskanzleramt vor Angela Merkel auf.

Die meisten Zuschauer haben die 15- bis 29-jährigen Mädchen und Frauen allerdings jedes Jahr im Fernsehen: Die Live-Übertragung der „Fastnacht in Franken“ in Veitshöchheim sahen 2012 mehr als 3,6 Millionen – in und außerhalb Bayerns.

An diesem Wochenende werfen die Buchnesia-Tänzerinnen wieder vor den Kameras die Beine hoch und springen in den Spagat. „Ein bisschen aufgeregter als vor anderen Auftritten bin ich da schon“, gibt Sabrina Ruff zu.

Ihre sportlichen Ambitionen wecken vor allem die deutschen Meisterschaften. Siebenmal schon siegte die Selleriegarde, zuletzt 2005.

Ruff tanzt seit 2006 in dieser Altersklasse und schaffte es mit ihrer Gruppe Jahr für Jahr auf den zweiten oder dritten Platz. „Mein größtes Ziel ist es, aber auch einmal Meister zu werden“, sagt sie.

Die nächste Gelegenheit bietet sich am 10. März in Halle (Westfalen). Dort wollen die Fränkinnen endlich wieder einmal die großen Rivalen aus Baunatal in Hessen und aus Harsewinkel in Niedersachsen mit Anmut und Akrobatik von der Spitze wegtanzen.

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Meine Arbeit

Wie kamen Sie zu Ihrem Beruf?

Für eine Arbeit im Büro interessierte ich mich schon früh. In der 9. Klasse der Realschule habe ich dann ein Praktikum im Vertrieb von Sill Optics gemacht.

Was reizt Sie am meisten?

Ich genieße den Kontakt mit den Kunden. Und die Abwechslung dabei: Es gibt immer wieder andere Aufgaben und Fragen.

Worauf kommt es an?

Vor allem auf Kompetenz, Offenheit und Freundlichkeit. Dann entsteht mit der Zeit auch ein Vertrauensverhältnis zu den Kunden.

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