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Betriebliches Gesundheitsmanagement – mit externen Profis

Industrie-Betriebe halten ihre Leute fit – Beispiel: August Rüggeberg

In der Firma Rüggeberg, die die „PFERD“-Werkzeuge fertigt, hat man erkannt: „Gesundheit ist die Grundvoraussetzung für einfach alles.“ Als Folge hat der Betrieb inzwischen ein vorbildliches Gesundheitsmanagement.

Erst mal aufwärmen: Rüggeberg-Mitarbeiter in Aktion. Foto: Wirtz

Erst mal aufwärmen: Rüggeberg-Mitarbeiter in Aktion. Foto: Wirtz

Beim Lauftraining: Alle Angebote sind professionell organisiert. Foto: Wirtz

Beim Lauftraining: Alle Angebote sind professionell organisiert. Foto: Wirtz

„Die Rückmeldungen sind durchweg positiv“: Anna Biesenbach im Kreis von Kollegen. Foto: Wirtz

„Die Rückmeldungen sind durchweg positiv“: Anna Biesenbach im Kreis von Kollegen. Foto: Wirtz

Marienheide. Seit mehr als 200 Jahren baut die August Rüggeberg GmbH & Co. KG Werkzeuge, die heute unter dem Namen „PFERD“ bekannt sind. Und bei jedem neuen Werkzeug geht es nicht zuletzt darum, Vibrations-, Lärm- und Staubentwicklung zu minimieren und die Handhabung zu optimieren, kurz: ergonomischer zu gestalten.

Vor sechs, sieben Jahren haben sich die Verantwortlichen bei PFERD im oberbergischen Marienheide gefragt, ob die Gesundheit der Mitarbeiter genauso im Mittelpunkt steht wie die der Kunden. Ein systematisches Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) gab es nicht. „Dabei ist Gesundheit die Grundvoraussetzung für einfach alles“, sagt Personalleiter Frank Wenderoth heute.

Externe Profis für Training und Beratung

Also hat man sich zusammengesetzt, die Mitarbeiter befragt, Experten der AOK einbezogen. Klar war: Eine Rückenschule und ein Vegetarier-Teller in der Kantine bringen es nicht. Die Oberberger schnürten ein ganzes Paket von Maßnahmen. Dazu gehören diverse Sportangebote vom Lauftreff über die Fußballgruppe und die Mountainbiker bis zum Yoga-Kurs. Alle Angebote sind professionell organisiert und angeleitet, regelmäßig gibt es Extras wie ein Techniktraining für die Radler.

Alle Mitarbeiter können einen Zuschuss der Firma bekommen, wenn sie regelmäßig eines von 14 Fitnessstudios besuchen, die den Qualitätskriterien genügen. Hinzu kommen externe Gesundheitsberater, die alle zwei Wochen in den Betrieb kommen.

Das gesunde Programm ist auch ein wichtiger Imagefaktor

All die Maßnahmen laufen bei Anna Biesenbach zusammen, BGM-Beauftragte des Unternehmens. Sie schildert die Rückmeldung der Kolleginnen und Kollegen als „durchweg positiv“. Das hat auch viel damit zu tun, dass es diese zentrale Ansprechpartnerin gibt, die aktiv auf die Mitarbeiter zugeht.

Zuletzt ist etwa die Zahl derer, die das Fitnessstudio-Angebot nutzen, spürbar gestiegen. Insgesamt nimmt rund ein Drittel der 750 Mitarbeiter an dem gesamten Angebot teil. „Das ist im Vergleich mit anderen Unternehmen eine sehr gute Quote“, sagt Personalleiter Wenderoth, der auch von Bewerbern immer wieder hört, dass sie die Angebote toll finden: „Ein wichtiger Imagefaktor für uns.“

Vor zwei Jahren erhielt PFERD sogar den Gesundheitspreis des Instituts für Betriebliche Gesundheitsförderung – eine wichtige Bestätigung für die Firma, die den Erfolg nicht in Prozentzahlen beim Krankenstand misst. Wichtiger sind die persönlichen Rückmeldungen wie die von Florian Pottrick: „Das tut nicht nur gut, sondern man trifft dabei auch Kollegen, die man sonst nicht sieht. Wir wachsen dadurch alle auch noch mehr zusammen.“


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Die Zahl der Arbeitsunfälle je 1.000 Vollbeschäftigte hat sich seit 1995 auf zuletzt 22,95 verringert. Arbeiten wird immer sicherer. Und die Unfallquoten lassen sich noch weiter senken – wie der Chemie-Spezialist Arkema zeigt.

Fitnessraum, gesundes Essen oder Grippe-Impfungen: Viele Firmen bieten ihren Mitarbeitern freiwillig ein umfangreiches Gesundheitsprogramm. Denn wer fit bleibt, kann auch im Job langfristig kräftig zupacken.

Wer den ganzen Tag an der Maschine steht, hat abends oft keine Lust auf Fitnessstudio. Heidelberger Druck macht es den Mitarbeitern leichter: mit einem Trainingszentrum direkt über der Werkhalle. Das kommt gut an.

Arbeitsunfälle vermeiden – das Thema ist aus rein technischer Sicht ziemlich ausgereizt. „Worauf es ankommt, ist der Faktor Mensch“, heißt es bei Stihl. Und da setzt der Motorsägen-Weltmarktführer schon ganz früh an.

Sportgruppen, Rückenkurse, Ergo-Training am Arbeitsplatz und frisches Obst: Die Chemie-Unternehmen in Rheinland-Pfalz tun viel, um ihre Belegschaft fit zu halten. Dazu gehört auch die Chemische Fabrik Budenheim.

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Unternehmen in diesem Artikel

August Rüggeberg GmbH & Co. KG, PFERD-Werkzeuge

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August Rüggeberg GmbH & Co. KG, PFERD-Werkzeuge
Hauptstraße 13
51709 Marienheide

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