Training am Fahrstuhl

In der europaweit einzigartigen Testhalle für Aufzüge lernen Kone-Monteure für die Praxis

Hannover. Der Theorieteil liegt hinter Sebastian Ujma. Jetzt wird’s endlich praktisch. Der 31-jährige Servicetechniker zieht sich die Arbeitshandschuhe an und geht mit seinem Trainer Thomas Köllen zu einem der vielen Aufzüge in der Halle. Die Praxiseinweisung beginnt. „Wir befassen uns mit den Feinheiten der elektronischen Steuerung und justieren eine Aufzugstür“, erklärt Köllen.

4.500 Besucher pro Jahr

Eine Szene, wie sie sich in der Kone Academy schon 100-fach abgespielt hat. Alle deutschen Monteure des weltweit aktiven Aufzugskonzerns durchlaufen ihre Einweisung im Trainingszentrum in Hannover. Auch ausländische Mitarbeiter sind in der Kone Academy zu Gast, zudem Fachleute technischer Prüforganisationen, Architekten, Bauingenieure, Planer und Aufzug-Betreiber.

Allein letztes Jahr haben rund 4.500 Besucher und Monteure in der 2007 eröffneten Einrichtung die Welt der Aufzüge, Rolltreppen und Automatiktüren kennengelernt. Auf 2.000 Quadratmetern hat das finnische Unternehmen nicht nur seine gesamte eigene Produktpalette aufgebaut – sondern überdies Produkte der Mitbewerber.

„Unsere Leute müssen sich auch mit der Technik der anderen Hersteller auskennen“, erklärt der Leiter der Kone Academy, der Ingenieur Markus Klewer. Selbstbewusst fügt er hinzu: „In Europa gibt es eine solche Einrichtung meines Wissens nicht ein zweites Mal.“

Das Trainingskonzept ist einfach, aber anspruchsvoll. „Wir wollen, dass unsere Monteure und Servicetechniker stets auf dem neuesten Wissensstand sind“, sagt Klewer. „Die Bündelung des Trainings an diesem Ort sorgt dafür.“

Die Wissensvermittlung übernehmen Praktiker: Kone-Monteure und -Techniker, die sich speziell weitergebildet haben und für die einzelnen Trainings freigestellt werden.

Neben fachlichen Schulungen auf den Gebieten Mechanik, Elektronik und Mechatronik bietet die Academy ein umfangreiches Programm: von Produkttrainings über Kurse zu rechtlichen Grundlagen und SAP-Schulungen bis zu Marketing- und Fremdsprachenkursen. Insgesamt sind es, auch für Verkäufer und Innendienstler, gut 450 Angebote.

Sicherheit ist das zentrale Thema

Kernbereich ist und bleibt die fachlich-technische Ausbildung an Aufzügen, Rolltreppen und Automatiktüren. Platz genug ist da: Eine der beiden Hallen ist zwölfeinhalb Meter hoch.

Manchmal begrüßt der Academy-Leiter auch kleine Gäste. „Wir bieten regelmäßig Sicherheitsschulungen für Kinder“, erklärt er. Die Kids erfahren, wie sie sicher Aufzug und Rolltreppe fahren und sich richtig in der Nähe von automatischen Türen und Toren verhalten. Klewer betont: „Sicherheit ist unser wichtigstes Anliegen.“


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