Automobil

In 30 Jahren 5 Millionen Sterne


Das Bremer Mercedes-Benz-Werk zieht Bilanz:13.300 Mitarbeiter, erfolgreiche Modellwechsel

Bremen. Flexibel, beispielhaft, rekordverdächtig – Daimler-Chef Dieter Zetsche war voll des Lobes, als er das Bremer Mercedes-Werk zum 30-jährigen Jubiläum besuchte. „Was hier in den letzten Jahren erreicht wurde, ist bemerkenswert. Wir sind stolz auf die hervorragende Arbeit und das große Engagement der Bremer Belegschaft.“ Mit rund 13.300 Mitarbeitern ist das Werk größter industrieller Arbeitgeber in der Region.

Spezialist für Sportlichkeit

Seit vor 30 Jahren, am 16. Febbruar 1978, das erste Auto in Sebaldsbrück vom Band lief (es war ein E-Klasse T-Modell, Baureihe S123), haben sich Produktionszahlen und Typenvielfalt stetig erhöht.

1979 kam die Produktionszusage für die Kompakt-Klasse der Baureihe 201, den 190er „Baby-Benz“, der bis 1988 eine Million Mal das Werk verließ. Ebenfalls zu Erfolgsmodellen wurden auch die Nachfolge-Baureihe 202 sowie der legendäre SL und sein Nachfolger (R230).

Zum Fertigungsspezialisten für sportliche Fahrzeuge mit Stern avancierte das Bremer Werk in den 90er-Jahren: 1996 lief der kleine Roadster SLK an, 1997 das neue Coupé CLK. Diesen Typ in die laufende Fertigung von C-Klasse-Kombi und Limousine zu integrieren, war eine kleine Sensation. In 30 Jahren liefen im Werk Bremen insgesamt fünf Millionen Autos mit dem Stern vom Band.

Das Schwierige läuft über Bremen

Heute ist das Bremer Werk der zweitgrößte Produktionsstandort von Mercedes-Benz und nimmt im Konzernverbund eine besondere Stellung ein: „Alles, was in der Produktion schwierig und anders ist, läuft über Bremen“, so Zetsche. Hier kennt man sich aus mit Integration und Anlauf neuer Baureihen.

2008 steuert das Werk auf einen Produktionsrekord zu: Nach 225.000 Fahrzeugen im vergangenen Jahr sollen 2008  mehr als 280.000 Fahrzeuge geliefert werden.

Dazu wird nicht zuletzt der kleine Geländewagen GLK beitragen, der ab Herbst auf dem gleichen Band wie C-Klasse-Kombi und Limousine gebaut wird.

„Wir setzen sehr große Hoffnungen in dieses Produkt. Das Feedback bisher ist fantastisch“, freut sich der Daimler-Chef. Für Freude sorgt im Bremer Werk auch die Entscheidung, dass auch der Nachfolger des aktuellen SLK in der Hansestadt gebaut wird. 

Bettina Köhler

Artikelfunktionen


'' Zum Anfang