Display-Produktion

Immer schnellere Entwicklung


Wörrstadt. „Erst ein neues Auto, dann ein tolles Parfüm – und anschließend ein schönes Bier!“ Wer jetzt an einen exklusiven Einkaufsbummel denkt, liegt völlig falsch: So hört es sich an, wenn Manfred Alt von seiner täglichen Arbeit als Entwicklungschef bei Thimm Display in Wörrstadt erzählt. Und gebummelt wird da schon gar nicht: Die Entwicklung wie auch die Fertigung sind immer schneller geworden – einfach, weil die Kunden das von Herstellern wie Thimm Display einfordern.

Die rheinland-pfälzische Firma mit rund 240 Mitarbeitern gehört zur Thimm-Gruppe. Schon seit mehr als 30 Jahren entwickelt Alt werbende oder warentragende Displays, das Spektrum reicht von einfachen, viereckigen Aufstellern bis zu aufwendigen Konstruktionen mit beweglichen Teilen und Licht- oder gar Dufteffekten.

Oft müssen die Kreativen erspüren, was der Kunde wirklich will

Meist sind die oft hochglänzenden, edel anmutenden Teile nur wenige Wochen im Einsatz. Weil sie zum Kauf animieren sollen, müssen sie perfekt verarbeitet sein und bis zum letzten Tag im Schaufenster oder im Geschäft noch gut aussehen.

Zum Entwickler-Team gehören ein Dutzend Mitarbeiter, viele sind ausgebildete Verpackungsmittelmechaniker, andere haben wie Alt Design studiert, auch eine Architektin ist dabei. Sie alle wissen, was geht und was nicht: Schließlich müssen sie schon bei der ersten Idee die komplette Palette der Möglichkeiten, vom Material bis zu den Produktionsabläufen, abrufbereit im Kopf haben.

Wie stark ist der ausgewählte Karton? Wie viel Gewicht kann oder muss das Display tragen? Ab wann wird es instabil? Auch das Aufstellen etwa in einer Parfümerie oder einem Supermarkt muss mitbedacht werden: Einfach, schnell und sicher muss das gehen. Die ganz besondere Herausforderung besteht aber darin zu erspüren, was ein Kunde wirklich will.

„Nicht jeder kann so ganz genau erklären, welche Vorstellungen wir für ihn realisieren sollen“, weiß Alt aus langer Erfahrung, „dann müssen wir besonders kreativ sein – und das unter Zeitdruck.“

Denn eine Kampagne jagt die nächste. Ist in unserem Alltag gerade Ostern, beschäftigt sich der Betrieb schon mit Aktionen für Sommerreisen oder Sonnencreme – und in der Kreativabteilung denkt man schon längst an Halloween und den Nikolaus.

Kontinuierlich wird in modernste Technik investiert

Dabei werden die Abstände zwischen Auftragserteilung und Auslieferungstermin immer kürzer: „Früher hatten wir dafür vier bis fünf Wochen Zeit, heute oft weniger als 14 Tage. Und das ist ein enormer Druck“, macht Geschäftsführer Ingbert Schmitz klar.

Kontinuierlich wird hier deshalb in modernste Technik investiert, um Produktivität und Flexibilität zu erhöhen. So drucken und kaschieren die Maschinen bei Thimm leicht viele Tausend Bögen pro Stunde und verarbeiten sie zu einfachen Aufstellern.

Wird es komplizierter, sind Produktionshelfer wie Zofia Hojsan gefragt. Schon seit mehr als 10 Jahren ist sie bei Thimm Display, sie liebt die tägliche Abwechslung: „Bei uns gibt es immer etwas Neues zu tun, jede Arbeit ist anders, manchmal auch etwas monoton, aber sie macht einfach Spaß.“

Da geht es ums Knicken, Kleben und Stecken, ums Ausbrechen kleiner Teile aus den Druckbögen und vieles mehr. Selbst erfahrene Produktionshelfer wie Hojsan können pro Stunde nur ein paar aufwendige Displays fertigstellen.

Spitzenzeiten wie das Weihnachtsgeschäft sind laut Firmenchef Schmitz daher eine echte He­rausforderung, weil dann Tausende Stunden Handarbeit hinzukommen: „Ohne eingespielte 400-Euro-Kräfte, die wir flexibel einsetzen, und ohne zusätzliche Zeitarbeitnehmer wäre das dann nicht zu schaffen“, sagt Schmitz.

Von den Firmen, die die zusätzlichen Kräfte stellen, verlangt er allerdings die Einhaltung eines selbst auferlegten Regelwerks der Thimm-Gruppe: Darin sind Partnerschaftlichkeit, Transparenz und Fairness im Umgang mit Menschen, Umwelt, Markt und Gemeinwesen festgeschrieben. Schmitz findet das nur angemessen: „Auch das gehört für uns zu einer modernen Display-Fertigung.“

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