Naturwissenschaften

Ich bin Rüdiger und helfe beim Lernen


Schülerinnen und Schüler aus Hessen auf der 4. MINT-Messe

Rüdiger kommt aus  Australien. Die gut 50 Zentimeter lange Echse ist eine Bartagame. Sie lebt heute im Vivarium der Albert-Einstein-Schule im hessischen Schwalbach. Vivarium – das ist eine Anlage zur Aufzucht und Pflege lebender, meist wechselwarmer Kleintiere.

In Schwalbach wird Rüdiger ebenso wie die Kornnatter Max und andere Exoten von Schülern gehegt und gepflegt. Warum? So beschäftigen sich die Jugendlichen intensiv mit Naturwissenschaften. Wie fängt Rüdiger seine Beute? Wie reagiert Max auf  Wärme oder Kälte? Wovon hängt der Sauerstoffverbrauch einer Amphibie ab? 

Die Echse bleibt cool

Lebende Tiere machen denUnterricht spannend, helfen beim Lernen. Die Ergebnisse des Jungforscherdrangs gibt es nun auf der MINT-Messe im Foyer des Hessischen Landtages zu sehen. Und da bleibt Rüdiger ganz cool: Ihn bringt nichts aus der Ruhe. Denn er ist bei Schülerin Jacqueline Mühlenberg gut aufgehoben.

Insgesamt 20 Schulen sind in Wiesbaden mit eindrucksvollen Arbeiten vertreten. Sie bewerben sich um den „Procter & Gamble MINT-Award 2007“.

Weitere Lern-Beispiele:

Die Hohe Landesschule aus Hanau befasst sich mit Solartechnik, Astronomie und Kohlendioxyd. Die Heinrich-Böll-Schule aus Niederroden präsentiert ihre Ergebnisse zum Thema Bionik (Natur dient der Technik als Vorbild). „Das fasziniert Schüler in allen Jahrgangsstufen und hilft, dass die Kinder ihre Welt viel offener wahrnehmen“, erläutert die betreuende Lehrerin Petra Carbon.

Freitagnachmittag in die Schule

Weil bei „‚Doc Hoff“ immer was los ist, gehen Schüler des Hofheimer Main-Taunus-Gymnasiums sogar freitag- nachmittags in die Schule. Bei der Präsentation eines Feuer-Tornados kommt ihre Experimentierfreude richtig rüber.

„Durch viele fächerübergreifende Arbeitsgruppen versuchen wir schon früh Begeisterung für die MINT-Fächer zu wecken“, betont Chemielehrer Dieter Hoffmann.

Genau das ist Ziel der MINT-Aktivitäten. Jörg E. Feuchthofen, Geschäftsführer der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände: „Hessen ist ein Hochtechnologiestandort. Um innovativ und wettbewerbsfähig zu bleiben, brauchen wir qualifizierten technischen Nachwuchs.“ Spaß an Naturwissenschaften und Technik ist da nur der erste Schritt. „Mit einer entsprechenden Ausbildung stehen jungen Leuten alle Wege offen“, sagt Feuchthofen.

Dann könnten die nächsten Pisa-Tests in den Naturwissenschaften noch erfolgreicher für uns ausfallen. 

Info: MINT-Messe

Die MINT-Messe wird von der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände und der Landesarbeitsgemeinschaft Schule Wirtschaft organisiert. Partner sind das Bildungswerk der hessischen Wirtschaft, Hessen Chemie, Hessen Metall sowie der Verband der Chemischen Industrie.  Ziel der Messe ist es, Schüler für die MINT-Fächer zu begeistern und ihnen berufliche Perspektiven aufzuzeigen.

MINT-Award 2007

Procter & Gamble stellt für die Sieger insgesamt 6.000 Euro zur Verfügung. Das sind die drei Gewinner:

  1. Preis: 3.000 Euro gehen an das Projekt „PhysikClub“ der Albert-Schweitzer-Schule in Kassel.
  2. Preis: Über 2.000 Euro freut sich das Main-Taunus-Gymnasium in Hofheim für seine Feuer-Tornados und Wasserstrudel.
  3. Preis: Die 1.000 Euro gehen an das Johanneum Gymnasium in Herborn für das wissenschaftliche Arbeiten mit Satellitendaten.

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