Export

Hoch hinaus


Der Bautechnik-Hersteller Max Frank sorgt für stabilen Beton – auch in Dubai

 

 

Leiblfing. 828 Meter ragt der Burdsch Chalifa in den arabischen Himmel. In dem höchsten Gebäude der Welt in Dubai steckt auch Technik aus Niederbayern – von der Max Frank GmbH & Co. KG in Leiblfing bei Straubing.

 

 

 

Das Unternehmen hat sogenannte Schalungsbahnen aus Kunststoff-Fasern geliefert. Diese sorgen im Fundament dafür, dass der Beton länger hält – ohne jede Sanierung 50 Jahre und mehr.

 

 

 

Ein eigenes Werk im Emirat Schardscha

 

 

 

Die arabische Region ist auch einer der sieben Fertigungsstandorte von Max Frank und der einzige außerhalb Europas: Im Emirat Schardscha, das an Dubai angrenzt, stellt der Spezialist für Bautechnik seit drei Jahren sogenannte Abstandhalter aus Faserbeton her, ein wesentliches Element seiner Produktpalette.

 

 

 

„Beton ist schwer – da lohnt sich eine Fertigung nahe den Baustellen“, erklärt der Geschäftsführer und Gesellschafter Dr. Maximilian Frank. „So können wir hohe Transportkosten vermeiden und schnell und flexibel auf Wünsche der Kunden reagieren.“ Im Mittleren Osten wird heute und wohl auch in Zukunft viel gebaut, insbesondere in den ölreichen Staaten Saudi-Arabien, Katar und Abu Dhabi.

 

 

 

Den ersten Schritt ins Ausland wagte das Unternehmen nach Österreich. Im Jahr 1972 ist das gewesen – zehn Jahre, nachdem Franks Vater und ein Partner die Firma gegründet

hatten.

 

 

 

Weitere Werke kamen später dazu – in England, der Slowakei und in der Schweiz. Schritt für Schritt: „Als Mittelständler darf man nicht zu viele Pferde gleichzeitig reiten“, betont Frank.

 

 

 

 

 

 

 

Als Unternehmer geht er aber das Risiko ein, dass eine Entscheidung auch mal rückgängig gemacht werden muss. „Nur so lassen sich Chancen nutzen.“ In den USA wurde eine Vertriebsniederlassung nach kurzer Zeit in den 80er-Jahren wieder aufgegeben. „Damals hatten wir noch nicht die Möglichkeit, Märkte gründlich zu analysieren“, sagt Frank. Ganz anders jetzt in Australien: Dort hat das Unternehmen vor kurzem eine Niederlassung gegründet – die vierte außerhalb Europas.

 

 

 

Schall-Schlucker für die Zimmerdecke

 

 

 

Im Ausland erzielt Max Frank rund 60 Prozent des Umsatzes. Von den 540 Beschäftigten arbeiten die meisten aber in Deutschland: 280 in Leiblfing und 100 am oberfränkischen Standort Pressig. „Aus Deutschland kommen auch hauptsächlich die Impulse für ­Innovationen“, berichtet Frank.

 

 

 

Zum Beispiel für einen Abstandhalter, der vor allem in Decken eingebaut wird. Das Besondere daran: Das Produkt enthält einen „Akustikstreifen“, der Schall schluckt. Wirkungsvoll ist dieser Schutz etwa in Großraumbüros.Entwickelt wurde der akustische Abstandhalter mit dem Fraunhofer Institut für Bauphysik. Frank: „Wir sind die Ersten und bisher auch die Einzigen, die ein solches Produkt mit doppelter Funktion anbieten.“

 

 

 

 

 

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