Gesundheit

Hilfe für Schniefnasen


Wertvolle Extrakte: Produktionsleiterin Pia Schmidt hat den Überblick im Lager. Foto: Sandro

Homöopathische Arznei von Hevert bekämpft Heuschnupfen

Nussbaum. Hatschi! Sobald Bäume und Gräser sprießen, läuft und juckt bei Millionen Deutschen die Nase. Der Hals kratzt, die Augen tränen.

Das Pharma-Unternehmen Hevert in Nussbaum stellt ein Mittel her, das diese Beschwerden lindert. Die homöopathische Arznei namens Hewallergia basiert auf Pflanzen, Mineralsalz und Bienen-Extrakt. „Die Königskerze beruhigt die Atemwege, Katzengamander regeneriert die Schleimhautfunktion in der Nase“, sagt Jan-Christoph Wollmann. Der Mediziner leitet die Wissenschaftsabteilung.

Pflanzliche Tinktur mildert Symptome

Die Wirkung der Pflanzen technisch nachzubauen, sei kaum machbar. „Jeder Rohstoff trägt verschiedene Inhaltsstoffe in sich. Doch nur das komplexe Gemisch wirkt, nicht die einzelne Substanz“, so Wollmann.

Produktionsleiterin Pia Schmidt weiß genau, wo und unter welchen Bedingungen die Pflanzen wachsen. Kraftvoll hievt sie eine große, braune Apothekerflasche aus dem Lagerregal. Darin schwappt der Extrakt, die Ur-Tinktur, des „Kleinen Goldregens“ (Galphimia glauca).

Er dämpft die Überreaktion des Körpers auf fremde Eiweiße. Genau diese ruft bei Heuschnupfen die Beschwerden hervor. Die Tinktur wird stufenweise verdünnt. Eine spezielle Maschine „verschüttelt“ sie, erklärt Schmidt.

Homöopathisch sind 80 Prozent der rund 100 apothekenpflichtigen Medikamente aus Nussbaum. Bei der Verarbeitung und Kombination muss sich der Hersteller an genaue Vorschriften halten. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte listet auf, was wofür eingesetzt werden darf. Jede Ergänzung verlangt eine klinische Studie.

Strenge Kontrolle der Rohstoffe

Strenge Prüfungen durchlaufen die Rohstoffe bereits vor der Verarbeitung. Karsten Brandenbach leitet die Qualitätskontrolle. Sein Team untersucht gerade eine Ladung stacheliger Luffa (Schwammgurke) auf eventuelle Schadstoffe und Unreinheiten.

„Das ist Vorschrift, obwohl wir alle unsere Pflanzen ökologisch anbauen.“ Jede Lieferung werde deshalb analysiert und gemustert, betont der Fachmann. Egal, ob sie frisch vom Feld kommt oder getrocknet ist.

 

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