Deutscher Marktführer

„Hightech-Bierdeckel“


Zwischenlagen aus Metall gleichen alles genau aus

Dietzenbach. Der Tisch wackelt? Kein Problem. Das lässt sich leicht mit einem Bierdeckel beheben. Schleift die Tür am Boden, kommt eine Unterlegscheibe ins Scharnier.

Was im Alltag  unkompliziert gemeistert werden kann, erfordert in Konstruktion und Fertigung jedoch Präzisionsteile, die eine Ungenauigkeit perfekt ausgleichen. Selbst wenn hundertstel Millimeter beim Anschluss von Komponenten fehlen, hat die Georg Martin GmbH in Dietzenbach die richtige Lösung.

Seit  über  60  Jahren  fertigt das Unternehmen metallische Zwischenlagen sowie Stanz- und Tiefziehteile für den Maschinen- und Anlagenbau.

„Aus Schichtblechen mit bis zu 64 Lagen hauchdünner, verklebter Metallfolien schält sich der Kunde das notwendige Maß selbst zurecht. Schicht für Schicht, bis es perfekt passt“, erläutert  Christoph  Martin, der die Firma gemeinsam mit seinem Vater Herbert Martin leitet. 

Das mittelständische Unternehmen (85 Mitarbeiter,  Umsatz 2008 rund 11,5 Millionen Euro) gilt als deutscher  Marktführer in der Entwicklung und Fertigung von metallischen, laminierten Zwischenlagen.

Für jeden denkbaren Anwendungsfall – egal, ob beim Zusammenfügen von Achse und Antriebswelle oder der Spannkopfjustage in einer Werkzeugmaschine – liefert Martin seine Spezialbleche als einbaufertige Stanzteile aus Stahl, Aluminium und Messing. 

Zeit und Geld sparen

Deren Verwendung spart in der Produktion beim Kunden Zeit und Kosten. Martin: „Selbst bei modernster Fertigung kann es Fügetoleranzen geben, die dann ohne großen Aufwand und viele zusätzliche Arbeitsschritte ausgeglichen werden können, weil passende Ausgleichselemente sofort zur Verfügung stehen.“

Die Abnehmer dieses Geheimtipps „Hightech-Bierdeckel“ kommen weltweit aus allen Schlüsselbranchen.

Doch die Krise macht auch vor dem innovativen Mittelständler nicht halt. Minus 50 Prozent beim Umsatz, minus 60 Prozent beim  Auftragseingang. „Besserung ist noch nicht in Sicht“, so Martin.

Die Geschäftsleitung reagiert: Verzicht auf  Leiharbeitnehmer, Zeitarbeitsverträge wurden nicht mehr verlängert und einigen Mitarbeitern Aufhebungsverträge angeboten. Seit Februar gilt Kurzarbeit an drei Tagen die Woche. „Da müssen wir durch“, sagt Maschinenschlosser Thomas Zink, seit 17 Jahren bei Martin.

Mehr Werbung bringt aber erste Erfolge. Martin: „Es tauchen neue Kunden auf und auch neue Namen auf den Aufträgen.“

Maja Becker-Mohr

Info: Georg Martin GmbH

Das Dietzenbacher Unternehmen wurde 1945 gegründet und ist heute ein klassischer Zulieferer für alle Schlüsselbranchen. Der Familienbetrieb beschäftigt aktuell 85 Mitarbeiter und fertigt Laser-, Stanz- und Tiefziehteile. Zudem zählt es zu den europäischen Marktführern im Bereich der metallischen Zwischenlagen.

www.georg-martin.de

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