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Beispiele von erfolgreicher Integration

Hessens Wirtschaft zieht Bilanz zur Flüchtlingsarbeit

Im Jahr 2017 haben in Hessen 1.600 Flüchtlinge eine Ausbildung begonnen, 20.000 haben eine Arbeit mit Sozialversicherung. Das Integrationscamp der Wirtschaft zog jetzt eine ermutigende Bilanz.

Förderklasse: Die Teilnehmer lernen bei Siemens gemeinsam mit den Azubis. Foto: Siemens

Förderklasse: Die Teilnehmer lernen bei Siemens gemeinsam mit den Azubis. Foto: Siemens

Erfahrungsaustausch: In Workshops diskutierten die Teilnehmer des #ICW18 Ideen und Konzepte. Foto: Scheffler

Erfahrungsaustausch: In Workshops diskutierten die Teilnehmer des #ICW18 Ideen und Konzepte. Foto: Scheffler

Frankfurt. Rund 1.600 Flüchtlinge haben allein 2017 in Hessen einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen. Nach Jahren des Rückgangs ist damit zum ersten Mal die Zahl neuer Azubis wieder gestiegen. Zudem haben inzwischen knapp 20.000 Menschen aus Asylherkunftsländern eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

„Das sind Zahlen, die eine verdammt gute Integrationsleistung dokumentieren“, so Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU). Anlässlich des dritten Integrationscamps der Wirtschaft zog er gemeinsam mit Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit (BA), Bilanz zur Eingliederung von Flüchtlingen.

Flüchtlingszuzug motivierte alle zu Höchstleistungen

Das Integrationscamp der Wirtschaft 2018 (#ICW18) bietet Unternehmen, Organisationen und Personen, die sich mit der Integration von Flüchtlingen beschäftigen, ein Forum: für den Austausch ihrer Erfahrungen und Konzepte, um voneinander lernen und Kooperationen und Netzwerke bilden zu können. Gut 60 Praktiker waren in diesem Jahr ins Verbändehaus nach Frankfurt gekommen, um ihre Erfahrungen zu teilen.

„Der Flüchtlingszuzug motivierte alle Beteiligten in den letzten Jahren zu Höchstleistungen, und das so Erreichte macht Mut“, betonte BA-Chef Martin. Allerdings müssten die Probleme klar benannt werden, etwa ein auseinanderklaffendes Eigen- und Fremdbild.

Lücke auf dem Arbeitsmarkt beginnt sich zu schließen

Martin: „Gerade das geringe Qualifikationsniveau der Eingereisten verbunden mit geringen Sprachkenntnissen zeigt, dass wir uns in einem langfristigen Projekt befinden.“ Angesichts des steigenden Fachkräftebedarfs, demografischer Veränderungen und rückläufiger Einwanderungszahlen seien Investitionen in zukünftige Arbeitnehmer sinnvolle Investitionen.

Laut Pollert beginnen die Flüchtlinge langsam, die Lücken auf dem Arbeitsmarkt zu schließen. Vor allem das hessische Handwerk könne sich bereits über eine sichtbare Verringerung des Fachkräftemangels freuen: Schon jeder zehnte Azubi oder angehende Azubi hat einen Fluchthintergrund.

Pollert: „Ein Drittel des Weges ist geschafft, aber der größte Teil der Aufgaben liegt sicher noch vor uns.“


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aktualisiert am 11.04.2018

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