Ausgezeichnete Unternehmen

Hessen-Champions: Das sind die Sieger 2012


Preisverleihung: Die Sieger mit VhU-Präsident Professor Dieter Weidemann, Wirtschaftsminister Florian Rentsch (von links) und Ministerpräsident Volker Bouffier (rechts). Foto: Scheffler

Wiesbaden. Volker Bouffier konnte seinen Stolz nicht verbergen. „Hier auf dieser Bühne bekommt Unternehmergeist ein Gesicht“, freute sich der hessische Ministerpräsident. Die Siegerehrung der Hessen-Champions 2012 war der Höhepunkt des 21. Hessischen Unternehmertages im Kurhaus in Wiesbaden.

Gemeinsam mit Hessens Wirtschaftsminister Florian Rentsch und Professor Dieter Weidemann, Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), zeichnete Bouffier die besten Unternehmen des Landes aus. Sieger wurden Isra Vision in Darmstadt, die Eisengießerei Fritz Winter in Stadtallendorf und die Schunk Group in Heuchelheim. Aus 70 Bewerbungen hatte die Jury acht Finalisten und schließlich die Gewinner ausgewählt. „Sie alle stehen für die Zukunftsfähigkeit der hessischen Wirtschaft“, betonte Rentsch vor über 1.000 Gästen.

Start frei für Hessen-Champions 2013

„Sie brauchen weltweit keinen Vergleich zu scheuen, denn diese Innovationselite, vor allem aus dem Mittelstand, macht nicht nur sich selbst, sondern auch unser Land stark“, erklärte Weidemann.

Nach der Preisverleihung ist der Wettbewerb „Hessen-Champions 2013“ eröffnet. Unter www.hessen-champions.de kann man mehr darüber erfahren.

Weltmarktführer

Diese winzigen Kohlebürsten sorgen für die Stromübertragung in Elektromotoren. Foto: Werk

Schunk: In kleinen Dingen ganz groß

Winzige Kohlebürsten bescherten der Schunk Group Heuchelheim den Titel Hessen-Champion in der Kategorie „Weltmarktführer“.

Sie sind das Hauptprodukt des internationalen Technologiekonzerns und sorgen für die Stromübertragung in Elektromotoren. 500 Millionen Stück liefert das Unternehmen jährlich für die Automobil-Industrie. Denn in einem modernen Fahrzeug können rund 100 Elektromotoren stecken, vom Anlasser über Fensterheber bis zur Klimaanlage. Der Weltmarktanteil von Schunk liegt bei durchschnittlich rund 30 Prozent.

Die Schunk Group beschäftigt rund 8.300 Mitarbeiter in 27 Ländern der Erde. Sie entwickeln und produzieren Komponenten und Anlagen für die Anwendungsgebiete Kohlenstofftechnik und Keramik, Umweltsimulation und Klimatechnik, Sintermetalltechnik und Ultraschallschweißen. Der Umsatz lag 2011 bei 1 Milliarde Euro.

Weiterer Finalist in der Kategorie Weltmarktführer wurde der Spezialmaschinenbauer PVA TePla Wettenberg, hervorgegangen aus der Pfeiffer Vakuum AG in Asslar.

Jobmotor

Gussteile aus Hessen: 11 Prozent mehr neue Stellen dank Fertigteilkomponenten für die Fahrzeug- und Hydraulik-Industrie. Foto: Werk

Fritz Winter wächst dank perfektem Guss

Erster in der Kategorie „Jobmotor“ wurde die Fritz Winter Eisengießerei in Stadtallendorf. Die größte konzernunabhängige Gießerei Europas ist ein mittelständisches Familienunternehmen.

Es produziert Bauteile für die Automobil-, Nutzfahrzeug- und Hydraulik-Industrie. Mehr als die Hälfte der rund 2.000 Tonnen Gussteile, die hier täglich produziert werden, geht in die ganze Welt. 2011 steigerte der Gussteilspezialist im zweiten Jahr in Folge die Beschäftigung um 11 Prozent auf mehr als 3.700 Mitarbeiter.

Bis ins Finale schaffte es der Technologiekonzern Continental Teves, Frankfurt. Er beschäftigt an den hessischen Standorten Babenhausen, Bebra, Frankfurt, Karben, Korbach, Schwalbach und Wetzlar 14.400 Menschen.

Auch der Sinntaler Hersteller von Caravans und Reisemobilen Knaus Tabbert erreichte die Endrunde. Er steigerte seine Beschäftigung um 13 Prozent auf 1.200 Arbeitnehmer.

Innovation

Griff in die Kiste: Der neue 3-D-Sensor (schwarzes Teil) ermöglicht die exakte Ortung ungeordneter Teile. Foto: Werk

Isra Vision lässt Roboter „sehen“

Hessen-Champion in der Kategorie „Innovation“ ist Isra Vision in Darmstadt. Der Technologieführer bei sehenden Systemen für Roboter hat den computergesteuerten Helfern erstmals den „Griff in die Kiste“ ermöglicht.

Über einen dreidimensionalen Sensor erkennen sie einen Gegenstand in einem Behälter und holen ihn unter Berücksichtigung von Gewicht, Beschaffenheit und Empfindlichkeit heraus. Obwohl die Entnahme unsortierter Bauteile aus Transportbehältern am Anfang vieler Produktionsprozesse steht, konnte die für Menschen leichte Aufgabe maschinell bisher nur unbefriedigend umgesetzt werden.

Als Spin-off der TU Darmstadt gegründet, zählt das Unternehmen inzwischen über 500 Beschäftigte an 25 Standorten weltweit.

Weitere Finalisten sind Hübner, Kassel, für einen automatisierten intelligenten Spektrometer, der Gefahrstoffe identifiziert, sowie Krautzberger in Eltville. Das Unternehmen entwickelte eine Anlage zum Aufsprühen von pastösem Dämmstoff.

Mehr zum Thema:

Vier Sieger gibt es 2016 beim angesehensten hessischen Wettbewerb für Vorzeige-Unternehmen. „Sie tragen dazu bei, dass Hessen im internationalen Wettbewerb an der Spitze mitspielt“, so Ministerpräsident Volker Bouffier.

Im prunkvollen Kurhaus Wiesbaden feierten rund 1.000 geladene Gäste aus Politik und Wirtschaft die Hessen-Champions 2015. Erfolgreiche Betriebe wurden in den Kategorien Wettbewerb, Innovation und Jobmotor ausgezeichnet.

Was hat eine Au-pair-Vermittlung mit einem Unternehmen gemeinsam, das Sattelkupplungen für Lkws herstellt? Beide zählen zu den Hessen-Champions 2014, die jetzt im Wiesbadener Kurhaus ausgezeichnet wurden.

Wenn Chirurgen operieren, verlassen sie sich meistens auf ein Produkt aus Hessen. Die Firma Ondal Medical Systems ist Weltmarktführer bei Tragarm-Systemen – und einer der „Hessen-Champions 2013“, die in Wiesbaden gekürt wurden.

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