Heiße Tattoos auf der Straße


Jetzt wird’s heiß: Lack-Experte Heinrich Krebsbach zückt den Gasbrenner. Das Stop-Tattoo schmückt die Einfahrt von Jansen. Foto: Sandro

Der Lack-Spezialist Jansen macht Beschilderung für den Boden

Ahrweiler. Tätowierer greifen zur Nadel – und Maler ab sofort zu einem Gasbrenner: So landen Straßenschilder und Logos direkt auf dem Asphalt. Die „Street-Tattoos“ sind eine Innovation des Farben- und Lack-Spezialisten Jansen in Ahrweiler.

„Bislang war die Markierung von Böden für Maler kosten- und zeitaufwendig“, sagt Jansen-Geschäftsführer Peter Jansen. Besonders, wenn es sich um mehrfarbige Motive handelt. Die Schablone muss angefertigt, die Linie nachgezogen werden. Jede Farbe muss getrennt trocknen.

Glasperlen bringen den Leucht-Effekt

Das Street-Tattoo besteht hingegen aus vorgefertigten Platten, die Jansen mit einem Wasserstrahl in Form schneidet. Zusammengepresst er­geben sie Verkehrsschilder, Pfeile, Symbole oder Logos. Sie lassen sich in einem Stück auf den Asphalt brennen: auf Straßen, Einfahrten, auf das Firmengelände oder den Schulhof. Nach 30 Minuten ist die Stelle befahrbar.

Die farblose Grundierung basiert auf synthetischem Kautschuk. Das verbessert die Haftung. Eine weitere, farbige Schicht besteht aus einem speziellen Polymerfilm und besonderen Pigmenten. Die  halten beim Einbrennen unbeschadet mehrere 100 Grad Celsius aus und sind beständig gegen Frost, Salz oder Öl.

„Damit die Zeichen auch im Dunkeln gut sichtbar sind, fügen wir der Masse winzige Glasperlen und Glasbruch bei“, erklärt der stellvertretende Laborleiter Heinrich Krebsbach. Die mineralische Schicht sorgt dafür, dass das Street-Tattoo im Scheinwerferlicht reflektiert.


 

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