Weltmarktführer

Hebezeuge von Stahl CraneSystems sind rund um den Globus im Einsatz

Die Seil- und Kettenzüge von Stahl CraneSystems aus Künzelsau (Baden-Württemberg) sind wegen ihrer Qualität in vielen Industriezweigen gefragt. Bei explosionsgeschützten Anlagen ist das Traditionsunternehmen sogar weltweit führend.

Kontrolle: Jeder Seilzug wird auf dem werkeigenen Prüfstand getestet. Foto: Mierendorf

Kontrolle: Jeder Seilzug wird auf dem werkeigenen Prüfstand getestet. Foto: Mierendorf

Maßarbeit: Für die Bearbeitung müssen die Rohtrommeln exakt eingerichtet werden. Foto: Mierendorf

Maßarbeit: Für die Bearbeitung müssen die Rohtrommeln exakt eingerichtet werden. Foto: Mierendorf

Künzelsau. Sie werden im Anlagenbau eingesetzt, in der Automobil-, Erdöl- und Erdgas-Industrie: Hebezeuge von Stahl CraneSystems. Und manchmal geht es dank der Technik aus Künzelsau ganz hoch hinaus: Auch die 7,5 Tonnen schweren Zeiger der größten Turmuhr der Welt, die den 601 Meter hohen Mecca Royal Clock Tower in Mekka krönt, wurden mit einem Seilzug des Traditionsunternehmens an ihren Platz gebracht.

„Wir liefern alles außer den Kranbrücken selbst“, sagt Thomas Kraus, Support Center Director bei Stahl CraneSystems. Die Hebezeuge bestehen aus vielen Komponenten – wie Motor, Getriebe, Steuerung – und werden von über 140 Kranbau-Partnern in Krananlagen verbaut.

Die stärksten Anlagen können bis zu 250 Tonnen heben

Rund 80 Prozent der produzierten Komponenten gehen in den Export. Die stärksten Anlagen können Lasten von 250 Tonnen heben, die kleinsten, die derzeit produziert werden, bis zu 125 Kilogramm. „Leichter geht aber immer“, meint Kraus schmunzelnd. Das Unternehmen beschäftigt 700 Mitarbeiter, davon 550 am Stammsitz in Künzelsau. Es ist eines von ganz wenigen, die den Weltmarkt für Hebetechnik bestimmen.

Absolut führend ist man bei explosionsgeschützten Kransystemen. Die werden dort eingesetzt, wo Explosionen auftreten können, etwa in Erdgas-Verflüssigungsanlagen. Hier werden die Anlagen benötigt, um Pumpen oder Kompressoren zur Wartung anzuheben. Um den Explosionsschutz zu garantieren, wird die Reibung beweglicher Komponenten minimiert, damit es keine Funken gibt und zu hohe Temperaturen vermieden werden. Alle elektrischen Teile werden speziell isoliert, die Steuerungen in gekapselten Gehäusen untergebracht.

Um alle Sicherheitsnormen zu erfüllen, setzt Stahl CraneSystems nicht nur auf mehr als 80 Jahre Erfahrung im Explosionsschutz und die Ideen der eigenen Entwickler, sondern auch auf eine nahezu vollständige Fertigung im eigenen Betrieb. „Wir haben schon bei der Standard-Krantechnik eine hohe Fertigungstiefe, aber beim Explosionsschutz machen wir praktisch alles selbst“, erklärt Kraus.

Während fast überall in der Wirtschaft über Digitalisierung gesprochen wird, stellen die Krantechnik-Hersteller anderes in den Vordergrund. Man arbeitet zwar auch am Einsatz von Sensoren, doch in erster Linie müssen die Hebezeuge leicht zu bedienen und robust sein. Das ist die Krantechnik aus Künzelsau, wie die Lebensdauer zeigt: Viele Anlagen sind seit 30 oder gar 40 Jahren im Einsatz.


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