Gesellschaft

Hand anlegen in sozialen Einrichtungen


Wie der Flugzeug-Zulieferer Alcoa Fastening Systems der Allgemeinheit hilft

Hildesheim. Büsche pflanzen, Holztische lasieren oder Requisiten für ein Theater fertigen – das sind für die Mitarbeiter der Alcoa Fastening Systems GmbH in Hildesheim keine ganz unbekannten Arbeiten.

Zwar produzieren sie eigentlich Verbindungen für die Luft- und Raumfahrt – Schrauben, Hülsen, Nieten, eben all das, was ein Flugzeug zusammenschließt und zusammenhält. Doch vier Mal im Jahr stellen sich einige Mitarbeiter des Unternehmens an einem Wochenende in den Dienst der guten Sache.

Ein globales Projekt

Zuletzt war es die Hauptschule im nahe gelegenen Lamspringe, wo acht Alcoa-Leute unter anderem Schulhof-Möbel aufarbeiteten. Darunter auch William A. Miley, Geschäftsführer der Alcoa-Niederlassung. Er brachte zudem einen Scheck über 3.000 Dollar mit, der in der Schule noch weitere dringend nötige Renovierungsarbeiten möglich macht. Dass der Scheck nicht auf Euro, sondern auf Dollar lautete, hat seinen Grund: Das Geld kommt von der Alcoa-Stiftung, die sich an den mehr als 200 Standorten des amerikanischen Aluminium-Konzerns engagiert.

Überall in der Welt nehmen Alcoa-Mitarbeiter an derartigen Programmen teil, um die gemeinnützigen Organisationen in ihren Gemeinden zu unterstützen. „Auf diese Weise sind in den vergangenen acht Jahren immerhin 300.000 Dollar in Projekte rund um unseren Standort Hildesheim geflossen“, berichtet Christine Eikermann, Assistentin der Geschäftsführung.

Davon profitierte der örtliche Verein für Suizidprävention genauso wie die Universität. Bei einem örtlichen Kunstverein arbeiten Alcoa-Mitarbeiter an Requisiten für eine Aufführung. Und kürzlich machte es Alcoa möglich, dass sich 500 Grundschüler aus 18 Klassen ein halbes Jahr lang dem Thema Umwelt näherten, mit Theater, Tanz, Musik und Akrobatik.

Förderung für das Vereinswesen

Die Mischung aus ehrenamtlichem Einsatz der Alcoa-Mitarbeiter verbunden mit einer Spende der Stiftung kommt an. „Wir können nur vier solcher Projekte pro Jahr unterstützen. Die Warteliste ist lang“, sagt Christine Eikermann.

Dennoch geht bei Alcoa in Hildesheim niemand leer aus, der sich in seiner Freizeit für eine gute Sache einsetzt. Für jeden Mitarbeiter, der sich mindestens 50 Stunden für einen eingetragenen Verein engagiert, gibt es aus der Stiftungskasse 250 Dollar für diesen Verein.

Werner Fricke

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