Problemlöse

Hafenbaustelle der Superlative


ContiTech setzt auf Zukunftsmärkte – und will gestärkt aus der Krise hervorgehen

Wilhelmshaven. Kaum sichtbar bewegen sich die gelben Metallröhren und schwarzen Kautschukschläuche im Auf und Ab der Wellen. Weiße Gischt mischt sich in das Dunkel des Wassers und glitzert im Gegenlicht.

Noch braucht es viel Fantasie, um zu erahnen, dass hier bis 2010 Deutschlands einziger Tiefwasserhafen entstehen wird. Riesige Containerschiffe werden dann ihre Fracht bequem löschen können. Der JadeWeser Port soll einmal bis zu 2.000 neue Arbeitsplätze in diese Region bringen und für wirtschaftlichen Aufschwung sorgen.

Doch bis es soweit ist, liegt noch viel Arbeit vor den Bauarbeitern: 50.000 Tonnen Stahl, 80.000 Kubikmeter Beton und 43 Millionen Kubikmeter Sand müssen bewegt werden. Das geht nicht ohne Schläuche aus Kautschuk.

Wellengang braucht Flexibilität

„Die Schläuche werden für dieses Projekt von uns eigens hergestellt“, sagt Marcus Prinz von ContiTech Fluid Technology. „Die Flexibilität, die wir hier aufgrund des Wellengangs unbedingt brauchen, ist am sichersten mit Kautschuk zu erzielen. Die Schläuche sind elastisch und widerstandsfähig zugleich.“

Die Hafenbaustelle der Superlative ist nur ein Beispiel. Schläuche sind Tausendsassas, wenn es um den Transport von Medien geht – insbesondere da, wo bewegliche Einheiten größerer Anlagen oder Maschinen verbunden werden müssen.

Ob beim Staubsauger- oder Schwimmschlauch, beim Kraftstoffschlauch an der Tankstelle, beim Druckschlauch für die Kanalreinigung oder beim Reinigungsschlauch für Molkereien – überall bewährt sich Gummi.

Krise hin oder her, die Branche ist zuversichtlich. Heinz-Gerhard Wente, Vorstandsvorsitzender der ContiTech AG: „Wir sind überzeugt davon, dass wir zu den Unternehmen gehören werden, die gestärkt aus der weltweiten Wirtschaftskrise hervorgehen.“

Wentes Begründung: „Etwa 50 Prozent unseres Umsatzes erzielen wir mittlerweile mit Produkten außerhalb der Automobil-Erstausrüstung. Dieser Anteil wächst seit Jahren überdurchschnittlich und daran halten wir fest.“

Denn ohne Kautschuk geht es in allen Bereichen des Alltags nicht. „Mehr noch“, bekräftigt der ContiTech-Chef, „Kautschuk ist mit seinen faszinierenden Eigenschaften ein Problemlöser der Zukunft.“

Wachstum bei Förderbändern

Die Spezialschläuche im JadeWeser Port in Wilhelmshaven sind nur ein Beispiel. Wachstumsbranchen sind für ContiTech auch das Geschäft mit Förderbändern, die für die weltweite umweltfreundliche Erschließung von Rohstoffvorkommen benötigt werden, und die vor allem in Asien stark wachsende Schienenverkehrstechnik.

Auch im Zukunftsmarkt erneuerbare Energien will Wente sich verstärkt engagieren. „Wir loten unsere Chancen in den internationalen Zukunftsmärkten aus und werden sie auch nutzen – sei es in der automobilen Zuliefer-Industrie oder in anderen wichtigen Schlüsselindustrien.“

WF

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