Wellpappe

Großer Einsatz auch für kleine Aufträge


Bunkus verpackt praktisch alles

Bad Oldesloe. Ssst … Bumm! Ssst … Bumm! Routiniert schiebt Ralph Mikoleiczak einen Wellpappe-Bogen nach dem anderen in die Maschine. Jeder Bogen ist stolze siebeneinhalb Meter lang – und wird nun geschnitten, gerillt und gefalzt: Schritte auf dem Weg zu einer Transportkiste aus dem Hause Bunkus. Ein paar Tausend Stück davon gehen noch am gleichen Tag in den Versand.

Für das Werk im schleswig-holsteinischen Bad Oldesloe sind kleinere Aufträge wie dieser an der Tagesordnung. Manchmal sind die Stückzahlen sogar extrem gering – aber die Vielfalt der zu verpackenden Produkte ist groß.

Der Betrieb mit 29 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von rund 4 Millionen Euro ist schon seit mehr als  60 Jahren im Geschäft. Peter Bunkus, der Sohn des Firmengründers, machte aus dem kleinen Unternehmen einen modernen Dienstleister rund ums Verpacken. 2002 verkaufte er die Firma dann an seinen langjährigen Assistenten Klaus Markward.

„Termintreue und Spitzenqualität“

„Für alle war das damals eine nahtlose Übernahme: Die Kunden und die Mitarbeiter kannten mich, ich kannte den kompletten Betrieb – das war einfach ideal“, erinnert sich Markward. Wichtig sind ihm zwei Punkte: „Termintreue und Spitzenqualität“.

Zum Standardprogramm gehören heute Falt- und Stülpdeckelschachteln, Kleiderboxen, Umzugs- oder Bücherkartons und so fort. Dazu kommt ein breites Sortiment an Verpackungsmaterial: von Holzwolle über Luftpolsterfolien bis zu Klebebändern – alles sofort lieferbar.

Wem der Standard-Katalog nicht reicht, der erhält ein individuelles Angebot: „Was auch immer verpackt werden muss – bei uns gibt es die Lösung“, verspricht Markward. So entwickelte Bunkus zum Beispiel eine große Palette aus Wellpappe für ein komplettes Motorrad.

„Innovationsfreudige Branche“

Aber auch kleine Transportkästchen, in die eine bekannte Hamburger Bäckerei ihre Muffins setzt. Obwohl dabei für den Flexodruck nur zwei Farben verwendet worden sind, wirkt das Ergebnis wie ein vierfarbiger Druck, wie Markward stolz zeigt.

An die Zukunft der Wellpappe glaubt er felsenfest: „Wir arbeiten mit einem nachwachsenden Rohstoff, ohne Verpackung würde unsere Welt nicht mehr funktionieren – und unsere Branche ist extrem innovationsfreudig. Was wollen wir mehr?“

In seinem Betrieb setzt Markward außerdem auf eigenverantwortliches Arbeiten aller: „Natürlich muss jeder arbeiten und Geld verdienen – aber die Arbeit muss doch auch Spaß machen, damit es einem gut geht.“ Davon ist der Chef überzeugt.

Zu seiner Belegschaft gehört auch Anne Freudenberg. Die Einzelhandelskauffrau hat bei Bunkus ihren Traumjob gefunden – in der Konfektionierung. Dort werden all die Teile von Hand zusammengeklebt, die nicht maschinell verbunden werden können. Freudenberg schätzt die Abwechslung in der Produktion: „Wenn ich den Beruf des Verpackungsmittelmechanikers früher schon gekannt hätte, wäre das mein Ausbildungswunsch gewesen.“

 

Auf Meisterkurs

Sören Harder traut sich was

Die Meisterschule! Das ist das Ziel von Bunkus-Mitarbeiter Sören Harder (25). Wenn alles klappt, wird sein Traum im Herbst wahr: Dann will der gelernte Verpackungsmittelmechaniker den ersten Schritt auf dem Weg abhaken, einen Vorbereitungslehrgang in Elmshorn.

„Das wird eine harte Zeit“, weiß er schon jetzt. Von Montag bis Freitag im Betrieb, am Freitagnachmittag und am Samstag in der Schule. „Die Freizeit wird da erst mal zurückstehen müssen, aber das ist es mir wert. Und meine Freundin unterstützt  das.“

Nach drei Jahren Berufserfahrung möchte Harder gerne mehr Verantwortung übernehmen im Betrieb:

„Als Meister könnte ich mehr Ideen einbringen und die Produktion besser mitgestalten.“

 

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