Innovationen

Ganz schön wach: Schlaue Sensoren


Eine neue Technik hilft, Personen zu orten

München. Ein Bienenkorb ist eine Insel der Ruhe, verglichen mit der Betriebsamkeit, die oft auf Messen herrscht. Die richtigen Ansprechpartner in der Menge zu finden, ist  selten einfach.

Abhilfe schafft eine neue Technik des Erlangener Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen. Personen lassen sich damit leichter ausfindig machen –  nicht per Kamera oder Handy, sondern über spezielle Funkfrequenzen.

„Jeder Mitarbeiter trägt unter seinem Namensschild eine kleine Platine, die Funksignale aussendet“, sagt Roland Fürst, Chef von „XFAIR“. Die Münchner Firma ist einer der ersten Nutzer dieser Technik. Kunden wird sie zusammen mit selbst entwickelter Software angeboten.

Und so funktioniert die Sensortechnik am Messestand: Kästchen aus Kunststoff, so groß wie Zigarettenschachteln, nehmen die Funk-Signale der Namensschilder auf und leiten diese an einen zentralen Computer weiter. Der Aufenthaltsort des gesuchten Mitarbeiters kann dann einfach per Mausklick abgefragt werden. „Sensorknoten, kleine elektronische Systeme, halten sich gegenseitig über ihre Position auf dem Laufenden“, erklärt Volker Gehrmann, Leiter der Entwicklung Sensornetze bei Fraunhofer. Dabei verbrauchen diese Systeme kaum Energie.

Ohne Pause auf Sendung

Weiterer Vorteil: „Den Sensorknoten entgeht praktisch nichts“, betont Gehrmann. Im Gegensatz zur ebenfalls funkgesteuerten RFID-Technologie arbeiten sie unabhängig von Lesegeräten. Das heißt, die Daten können pausenlos abgefragt werden, auch in großen, unübersichtlichen Räumen.

Geeignet sind Sensoren daher auch bei besonders sensiblen Einsätzen: Etwa beim Transport von Blutkonserven. Gehrmann: „Der Sensor ist an der Kühlbox angebracht und wacht regelmäßig auf, um die Temperatur zu messen.“ Jede Abweichung von der Norm wird aufgezeichnet.

Christine Arnold

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