Unternehmen

Ganz oben


Apples Erfolg zeigt: Innovation ist alles

San Francisco/München. So klingt Verlockung: „Wir haben etwas, was Sie wirklich sehen müssen. Und berühren.“ Als Apple letzte Woche sein iPad 3 in San Francisco der Weltöffentlichkeit präsentierte, lag die Show für den ersten Tablet-PC gerade mal zwei Jahre zurück.

Auch deutsche Firmen glänzen

Der Neuheiten-Marathon der Apple-Entwickler überzeugt nicht nur die Kunden, die schon über 55 Millionen iPads kauften. Sie ließen den Computerhersteller auch zur teuersten Firma der Welt aufsteigen: Der Börsenwert übertrifft längst den der größten Ölkonzerne.

Ein Kursanstieg nicht ohne Risiko. Schließlich gibt es bei Apple weder Pipelines noch Raffinerien. Nur Ideen.

„Auf die kommt es an – und das gilt auch für deutsche Betriebe“, sagt Professor Oliver Falck vom Ifo-Institut in München. Er nennt eine imposante Zahl: Innovationen steigern den Umsatz in dem betreffenden Geschäft im Schnitt um 11 Prozent. Das ergebe sich aus den Antworten im aktuellen „Ifo-Innovationstest“, für den seit  über 30 Jahren Industrie-Unternehmen befragt werden. Darunter viele Weltmarktführer, vor allem im Werkzeug- und Maschinenbau.

Für ihre Spitzenposition müssen sie einiges leisten. Allein die Metall- und Elektro-Industrie wird laut Ifo dieses Jahr 32 Milliarden Euro in Maschinen und Anlagen investieren, zum Großteil in Erweiterung. Das ist ein Zehntel mehr als 2011. In diesen „Brutto-Anlageinvestitionen“ sind die erheblichen Forschungsanstren­gungen noch nicht mal enthalten.

Und: Wenn Betriebe in Innovationen investieren, stammt das Geld dafür meist aus dem eigenen Gewinn. „Wir sehen in Analysen, dass so etwas kaum fremdfinanziert wird“, betont Falck. Solche Investitionen seien für Kapitalanleger zu langfristig und die Rendite sei zu vage.

Doch wie erfolgreich die Firmen damit sind, zeigt dieser Vergleich: Im Riesen-Markt USA meldeten deutsche Firmen im Jahr 2010 rund 28.000 Patente an – mehr als doppelt so viele wie die Franzosen.

 

Artikelfunktionen


'' Zum Anfang