Spektakel auf dem Eis

Fulda Challenge: Reifen-Hersteller organisiert Extremtest für Mensch und Material

Whitehorse (Kanada). Wer hat’s geholt? Das Team Schweiz! Glückliche Gesichter, überschäumende Freude: Nach fünf Wettbewerbstagen mit tiefen Minusgraden, Eis und Schnee haben Martina Ziegler und Urs Lüthi die 14. Ausgabe der „Fulda Challenge“ gewonnen. Beide heimsen dafür je ein Nugget ein – und das Gold ist echt, wie der Biss im Bild ganz oben zeigt.

Die „Fulda Challenge” ist ein arktischer Zehnkampf in und um Whitehorse und Dawson City im kanadischen Yukon-Territorium. Beim dem Spektakel in der ehemaligen Goldgräber-Gegend tasten sich insgesamt fünf Zweier-Teams an ihre persönlichen Grenzen heran.

Mensch und Material müssen härteste Belastungen ertragen: Biathlon, eine vom Teampartner dirigierte Blindfahrt durch einen Hindernis-Parcours im vereisten Gelände sowie Tests des Rückwärts- und verbrauchssparenden Fahrens. Speziell die Königsetappe am vierten Tag hat es in sich: Fahrt von Dawson City zum Polarkreis über die berüchtigte Schotterpiste „Dempster Highway“. Mit zwischendurch 15 Kilometer Jogging. Bei 20 Grad unter null.

Eher lustig dagegen das Auto-Polo: Auf einem kleinen Flugplatz muss ein Ball mittels eines vom Beifahrer durch das Seitenfenster geführten Schlägers aus dem fahrenden Fahrzeug heraus über einen Parcours in ein Tor gespielt werden. Dabei sind präzise Kommandos der Spieler an ihre Fahrer gefragt sowie Teamgeist und ein spurtreues Handling.

Der Aufwand gilt auch „dem Nachweis der Leistungsfähigkeit unserer Entwicklungsabteilung“, sagt Michael Wetzel. Er ist beim Konzern Goodyear Dunlop, zu dem Fulda gehört, Verkaufsdirektor Truck Replacement für den deutschsprachigen Raum. Während des Wettbewerbs, bei dem 40 Autos zusammen fast drei Millionen Reifenkilometer mit je vier Reifen über vereiste Pisten zurücklegten, machte kein Pneu schlapp. Fulda sieht unabhängige Testurteile bestätigt, wonach die in Deutschland verkauften Winterreifen auch arktische Kälte und Dauerbelastung aushalten.

Im Transportmuseum von Whitehorse zeigte Fulda ausgewählten Kunden Neues aus einem anderen Bereich: den Reifen „Ecotonn 2“ für Auflieger von 40-Tonnen-Lkws. Hier gibt es keine Sommer- und Winter-Varianten, die Reifen haben aufgrund ihres Gewichts und ihrer Lage am Fahrzeug weder mit Aquaplaning noch mit Traktionsproblemen zu tun.

An der neuen Modell-Generation, so Verkaufsdirektor Wetzel, habe man bei unverändertem Preis den Rollwiderstand, die Laufleistung sowie die Wiederverwertbarkeit der Karkasse erheblich verbessert. Gerhard Dreikluft, Reifenhändler aus dem schwäbischen Eppingen, findet: „Es gibt viele gute Argumente für diesen Reifen.“ In einem Arbeitskreis bei Goodyear Dunlop hat er seine Erfahrungen in die Modernisierung des Pneus eingebracht.


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