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Für unterwegs bestens gerüstet


Guide Michelin: Warum ein Reifenhersteller auch Gourmet-Tipps gibt

Karlsruhe. Reifen-Spezialist Michelin aus Karlsruhe stellt im Jahr rund 150 Millionen Reifen her – und noch etwas: 10 Millionen Straßenkarten, Hotel- und Reiseführer!

Ende März erscheint der neue „Guide Michelin Oberrhein I“. Er empfiehlt Hotels und Restaurants auf beiden Seiten des Rheins von Bingen bis Basel. Warum gerade diese Region? „Wir finden, dass es gut in die Zeit passt“, sagt Chefredakteur Ralf Flinkenflügel. „Die Grenzen wachsen zusammen, viele Menschen leben und arbeiten diesseits wie jenseits des Rheins.“

Die Hotel und Gastronomie-Führer von Michelin gibt es in Deutschland seit mehr als 100 Jahren. Und das kam so: In den alten Ausgaben gab es noch viele technische Tipps, etwa zum Reifenwechsel. Und eine Liste mit Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Strecke. Denn die ersten Autos waren technisch gesehen nicht immer zuverlässig und die Straßen abenteuerlich.

Sterne markieren lohnende Umwege

Auch die berühmten Sterne gibt es schon lange: Ein Stern steht für sehr gute Küche, hier sollte man gleich mal anhalten. Zwei Sterne zeigen an, dass sich ein Umweg zum Essen lohnt. Drei-Sterne-Häuser haben sogar eine eigene Anreise verdient.

Übrigens hat Baden-Württemberg bundesweit die meisten Sterne. Wie kommt’s? „In Weinanbaugebieten wird besonders viel Wert auf gutes Essen gelegt“, spekuliert Flinkenflügel. „Sicher spielt auch das recht milde Klima eine Rolle, Köche konnten hier schon immer auf vielfältige  Produkte zurückgreifen.“

Zwar haben Sternerestaurants den Michelin-Führer berühmt gemacht, sie stellen aber neben den Hotels nur rund 4 Prozent aller Empfehlungen dar. Der Guide gibt überwiegend „normale“ Tipps für jeden Tag.

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