hobit 2010

Für die Kids rückt Opel den Neuen raus


Informationstage rund um Beruf und Hochschule

Darmstadt. „Automobil-Industrie? Das wär was für mich“, sagt Fabian Konrad, Schüler der zwölften Klasse der Justus-Liebig-Schule in Darmstadt. Er war einer von über 12000 Besuchern, die aus Südhessen und dem Rhein-Main-Gebiet Ende Januar zu den 14. Hochschul- und Berufsinformationstagen (hobit) nach Darmstadt kamen.

Den Motorfan lockte der neue Ampera an den Info-Stand von Opel im „Forum der Wirtschaft“. Die Rüsselsheimer präsentierten dort ihr neues, 150 PS starkes ElektroAuto. Es kommt 2011 auf den Markt und schafft dank Generator-Unterstützung rund 500 Kilometer Reichweite. Im reinen Elektrobetrieb schrumpft die Strecke allerdings auf 60 Kilometer – danach muss der Ampera wieder an die Steckdose. Neben technischen Informationen gab es am Stand zudem jede Menge Tipps für die Berufswahl. Vor allem das Angebot des dualen Studiums interessierte die Jugendlichen. „Kann ich nur jedem empfehlen“, erklärte beispielsweise Christian Linke.  2005 startete er beim Autobauer Opel in den Beruf.

Vom Informierten zum Informierenden

Nach zweieinhalb Jahren hatte Linke den Berufsabschluss Mechatroniker. Im Sommer wird er nun auch noch sein Fachhochschul-Studium als Diplom-Ingenieur Systems Engineering beenden. „Natürlich war die Zeit anstrengend, aber Ausbildung plus Studium macht auch Spaß und man ist ganz nah an der Praxis“,  betont Linke.

Tanja Senf hat sich ebenfalls für ein duales Studium entschieden und startete 2009 bei der Schenck Process Group. Das Darmstädter Unternehmen gilt als Spezialist für Messtechnik rund um das Wägen, Dosieren, Sieben und Automatisieren. „Durch die hobit kam ich zur Mechatronik und zu Schenck und informiere hier nun selbst andere über ihre beruflichen Chancen bei uns“, erläutert die 20-Jährige.

Gesprächspartner wie Tanja Senf und Christian Linke, die den Jugendlichen von ihren eigenen Erfahrungen berichten können, sind es, weshalb die hobit so gut ankommt.

Unter dem Motto „Zukunft anpacken“ gibt es auch in diesem Jahr wieder jede Menge Infos zu Studien-, Ausbildungs- und Berufseinstiegsmöglichkeiten. Über 200 Vorträge und fast 90 Info-Stände gehörten zum Programm. Besonders nachgefragt waren etwa Vorträge zur Architektur, Sportwissenschaft, Materialwissenschaft, Psychologie und Elektrotechnik sowie Biotechnologie und Betriebswirtschaft. Viele Studiengänge luden die Besucher zum Mitmachen ein: über eine virtuelle Wasseroberfläche laufen, Roboter aktivieren, in Mikroskope schauen oder kleine chemische Experimente durchführen.

Träume können Wirklichkeit werden

„Viele Besucher sind noch offen für alles und holen sich erste Anregungen. Manche sind jedoch bereits zum zweiten oder dritten Mal gekommen und fragen gezielt nach den Anforderungen in ihrem Wunschberuf“, erläutert Professor Bernhard Meyer, Leiter des hobit-Organisationsteams. So wie Fabian Konrad. Er möchte seinen Traum von einer Stelle in der Auto-Industrie realisieren und die gewonnen Infos nutzen: „Um hier einen Job zu bekommen, muss ich in der Schule mehr tun und die Noten verbessern. Die nehmen letztendlich nur die Besten.“

Artikelfunktionen


Schlagwörter: Schule

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

'' Zum Anfang