Weltmarktführer

Für Diamenten, Geld und Kohle genau das Richtige


Metso Minerals fördert Schüttgüter senkrecht

Moers. Diamantensuche im Trichter eines ausgekühlten Vulkans, 400 bis 500 Meter in der Tiefe. Normalerweise müssen bei der Suche nach den wertvollen Edelsteinen Unmengen an Gestein über lange Förderbänder bewegt werden. Genau das haben die Spezialisten von Metso Minerals  aus Moers geändert.

Das kleine Unternehmen kam vor rund 40 Jahren auf die Idee, Anlagen zu bauen, die das Geröll, in dem die begehrten Diamanten versteckt sind, senkrecht hinauffördern können – mit Gurten aus Kautschuk. „Das ist ein unschätzbarer Vorteil gegenüber jedem anderen System“, sagt Vertriebsleiter Martin Werner.

Förderhöhen bis 450 Meter

Man stelle sich das Empire State Building in New York mit seinen fast 450 Metern Höhe vor. „Förderhöhen in dieser Größenordnung sind technisch machbar“, erklärt Werner. Er spricht von einer guten Dynamik und hohen Belastbarkeit der verwendeten Gummikomponenten beim Flexowell Fördergurt. Hierbei ist es besonders wichtig, dass sich das Material gut dehnen und stauchen lässt, um die vielfältigen Anforderungen an diese zum Teil hoch belasteten Fördersysteme zu erfüllen.

Das Geschäft läuft derzeit sehr gut. Vor allem, weil die Besteller dieser zum Teil riesigen Förderanlagen in völlig unterschiedlichen Branchen zu Hause sind – vom Tunnelbau über Schiffbelader bis hin zur  wachsenden Stahl-Industrie, vom Kohlekraftwerk bis zum Untertage-Bergbau.

Jüngst hat Thyssen Krupp den „schönsten Hochofen der Welt“ in Duisburg in Betrieb genommen. Um ihn ständig unter Dampf zu halten, befördern die Kautschuk-Gurte Kohle, Erze und alles was beim Stahlkochen sonst noch erforderlich ist – senkrecht nach oben, also kompakt und ohne großen Platzbedarf.

Mutterkonzern hilft mit

Das senkrechte Fördersystem hat Erfolg. „In über 30 Ländern der Welt laufen insgesamt über 60.000 kleine und große Anlagen mit unserer Technik“, sagt Geschäftsführer Manfred Dobert. „Wir profitieren dabei natürlich auch von den weltweiten Kontakten unseres finnischen Mutterkonzerns. So wissen wir, wann welche Groß-Projekte geplant sind.“

Dank der vollen Auftragsbücher ist die Mitarbeiterzahl innerhalb der letzten Jahre um 20 auf 75 gestiegen. Spezialisten aller Art, vor allem Ingenieure sind willkommen.

Dass bei Metso Minerals in Moers ein sicherer Arbeitsplatz wartet, zeigt auch die Bereitschaft, das verdiente Geld im deutschen Standort zu investieren. „Wir werden weiter wachsen. Das betrifft auch unseren Maschinenpark“, verrät der Vertriebsleiter.

Denn: Auch die großen Goldminen in Sibirien oder Südafrika melden steigenden Bedarf an  dieser  platzsparenden  Fördertechnik.

Werner Fricke

 

Info: Metso Minerals

Das Unternehmen bietet Maschinen, Anlagen und Dienstleistungen für die Industrien der Gesteins- und Mineralaufbereitung. Der finnische Konzern beschäftigt in den Konzernbereichen  „Minerals“ und „Paper“ rund 21.000 Mitarbeiter in über 150 Ländern.

Weltweit die Nummer eins im Bereich der Senkrechtförderung ist die in Moers ansässige Tochter Metso Minerals GmbH (75 Mitarbeiter) mit Fördergurtsystemen aus Kautschuk, das Schüttgüter in beliebigem Winkel bis zu 90 Grad transportiert.

Artikelfunktionen


'' Zum Anfang