Arbeitsplätze

Fünf Zahlen, die Mut machen


Trotz aller Krisen: Unser Job-Markt ist gut in Form

Nürnberg. Wie geht es weiter in Deutschland? Gleich mehrere dramatische Krisen in anderen Teilen der Welt ziehen uns seit Wochen in ihren Bann. Das Atom-Desaster in Japan, der Aufruhr in der arabischen Welt und die anhaltende Unsicherheit über die Zukunft des Euro prägen die düstere Nachrichtenlage.

Tröstlich ist immerhin: Das, was den Deutschen lange Zeit am meisten Angst machte, nämlich die Arbeitslosigkeit, geht Monat für Monat zurück. Der ermutigende Trend wird zurzeit aber kaum wahrgenommen. Deshalb ein Blick auf die neuesten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg.

Die „saisonbereinigte“ Arbeitslosigkeit lag im März bei 3,01 Millionen. Seit Sommer 2009 ist sie stetig gesunken. Hier zeigt sich die Entwicklung klarer als in der unbereinigten Zeitreihe: Das Bild wird nicht durch jahreszeitliche Einflüsse verzerrt, zum Beispiel die übliche Winter-Flaute am Bau.

Allein im März fanden 252.000 Arbeitslose eine reguläre Stelle – 10 Prozent mehr als noch vor Jahresfrist. Mehr als ein Viertel von ihnen waren zuvor Hartz-IV-Empfänger. Diese profitieren sogar überdurchschnittlich vom positiven Trend.

Die Jugendarbeits­losigkeit, die ja von vielen als besonders problematisch angesehen wird, sank im Jahresvergleich um 19 Prozent – doppelt so stark wie die Arbeitslosigkeit insgesamt.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig

Beschäftigten, die erst mit zwei Monaten Zeitverzug herauskommt, lag im Januar saisonbereinigt bei 28,1 Millionen – 610.000 mehr als noch im Januar 2010. Insgesamt arbeiten in Deutschland sogar rund 41 Millionen Menschen. Das gab es noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik.

Der Index „BA-X“, mit dem die Bundesagentur für Arbeit seit sechs Jahren die Nachfrage nach zusätzlichem Personal misst, erreichte in der vergangenen Woche 165 Punkte – neuer Rekord. Damit ist die Einstellungsbereitschaft sogar etwas ausgeprägter als auf dem Höhepunkt des letzten Aufschwungs.

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