Etiketten & Co.

Führend in Sachen Vielfalt


Max Steier entwickelt selbstklebende Produkte verschiedenster Art

Elmshorn. „Abwechslungsreich.“ Das ist das Wort, das Manfred Ostermann als Erstes einfällt, wenn man ihn auf seine Arbeit anspricht. Schnell sucht der Drucker das passende Stanzwerkzeug für seinen nächsten Auftrag auseinem großen Regal.

Die Auswahl ist riesig: Allein für die Fertigung von Etiketten und Stanzlingen gibt es hier bei der Firma Max Steier im norddeutschen Elmshorn Tausende Werkzeuge!

Mit Details hält man sich bedeckt, da die Produktion auf Druck- und Stanzmaschinen läuft, die oft in Eigenkonstruktion gefertigt worden sind. „Das damit verbundene Know-how sichert uns den Vorsprung im Wettbewerb“, weiß Ostermann, der seit 24 Jahren im Familien­betrieb arbeitet.

Auch Metall und Filz im Einsatz

Rosemarie Markmann ist sogar schon etwas länger dabei. Aber noch immer liebt die gelernte Friseurin die Abwechslung im Job. Denn die Vielfalt der Produkte ist selbst für ­Eingeweihte kaum zu überschauen: „Manchmal fragen wir uns schon, wo das wohlgebraucht wird, was wir da gerade machen“, erzählt Markmann. Im Moment konfektioniert sie Spezialpflaster für die Medizintechnik: Die werden benötigt, um bei einem EKG die Elektroden am Körper des Patienten zu befestigen.

Steier, vor 75 Jahren gegründet, entwickelt und produziert neben Ringbüchern, Schnellheftern und Prospekthüllen vor allem Klebefolien, Stanzlinge und Etiketten aller Art. Drei Viertel des Umsatzes werden mit selbstklebenden Produkten erzielt, dafür werden auch Metall und Filz verarbeitet. „Wir sind eigentlich überall dabei, wenn etwas be- oder geklebt werden muss, zum Beispiel Handys, Auto-Innenräume oder fälschungssichere Prüfplaketten“, sagt Monika Dormann. Sie leitet das Unternehmen gemeinsam mit ihrem Mann Michael.

Individuelle Beratung

Rund 160 Mitarbeiter beschäftigt Steier, mehr als die Hälfte sind Frauen. Fast alle können mehrere unterschiedliche Maschinen bedienen, da die Produktion weitgehend automatisiert ist.

Seit kurzem läuft eine neue Anlage, für die es sogar Geld von der EU gab (über das „Zukunftsprogramm Wirtschaft“ des Landes Schleswig-Holstein). Sie macht die Produktion noch flexibler. „Individualität und Flexibilität sind unser Markenzeichen“, betont Dormann, „sie sichern unsere Position am Markt.“

Individuell ist auch die Beratung: Oft sind Steier-Spezialisten vor Beginn der Serienfertigung beim Kunden, beraten ihn im Hinblick auf Material und Kleber.

Und helfen dabei, die Produktion zu optimieren. Patentiert ist zum Beispiel der von Steier mitentwickelte „Gurtverbinder“: Der sorgt bei Bestückungsautomaten in der Auto- und Elektro-Industrie dafür, dass es keinen Stillstand beim Nachschub gibt.

Die Steier-Produkte helfen also nicht nur in vielen Bereichen, sie vereinfachen auch die Serienfertigung. Und sie müssen viel aushalten können – sogar Ofentrocknung, Sandstrahlen und Nassschleifen.

Eine dieser Formen kennt übrigens jeder: das grüne Männchen auf der Ampel – ein Beispiel von vielen.


 

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